Manager-Spielzeug
Alternative zu Blackberry gesucht

Der nur mit Ach und Krach gewonnene US-Patentstreit hat nach Ansicht von Experten negative Folgen für den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM). Die Diskussion über die Schwächen des Dienstes treibt die Kunden zunehmend in die Arme der Konkurrenz.

DÜSSELDORF. Hätte das kanadische Unternehmen RIM den lähmenden Patentstreit gegen Konkurrent NTP verloren, wäre das beliebte Handy mit Email-Funktion jetzt in den USA nutzlos. Denn das Gerät, das mit seinen vielen kleinen Tasten auf den ersten Blick an einen Taschenrechner erinnert, funktioniert ausschließlich in Verbindung mit der von RIM entwickelten Software und von RIM betriebenen Großrechnern. Und eben diesem Service drohte in den USA das Aus.

„Ein Ende des Dienstes hätte viele IT-Verantwortliche in arge Erklärungsnot gebracht. Ihre Chefs sind von ihrem Blackberry abhängig“, sagt die Analystin Monica Basso von Gartner. „Blackberrys sind seit dem Streit nicht mehr das exklusive Juwel der Führungsetage“, sagt der Analyst der Beratungsfirma IDC, Crawford Del Prete. „Das drohende Ende des Dienstes war ein Schock für viele RIM-Kunden“.

Schock hat zwei Folgen

Dieser Schock hat zwei Folgen. Erstens werden sich immer mehr Nutzer bewusst, wie abhängig sie von dem Gerät sind und was ein Ende des Dienstes bedeutet hätte. Zweitens hat die Krise die Diskussion über die Schwachstellen des Blackberry erneut angestoßen. „Kunden beginnen deswegen, sich zunehmend nach Alternativen umzusehen“, sagt Crawford Del Prete. Viele dieser Alternativen kommen in diesem Jahr erstmals auf den Markt, so dass Experten schon ein Ende der Blackberry-Monokultur erwarten. Zur Zeit liegt der Marktanteil von RIM mit rund 5,4 Millionen Nutzern weltweit bei 45 bis 50 Prozent. „Das werden die nach jetzigem Stand nicht halten“, sagt Analystin Basso. RIM war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die wichtigsten Blackberry-Alternativen kommen von Sybase und Nokia, aber auch Microsoft und Vodafone versuchen Kunden zur mobilem Email-Kommunikation zu überreden. Während sich letztere auf kleinere Unternehmen und Privatkunden konzentrieren, wollen die ersten beiden vor allem Großkunden ködern.

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