Mightybids.com
Internet-Auktionshaus versteigert sich bei Ebay

Weil sie die hohen Ebay-Gebühren geärgert hatten, gründeten zwei junge Männer aus den USA ihr eigenes Internet-Auktionshaus. Nun haben sie aber genug davon und wollen es verkaufen – natürlich über Ebay.

HB NEW YORK. Es sei Zeit für neue Projekte, erklärte Peter Michaud, der 2003 gemeinsam mit Jeff Ramaglia die Website Mightybids.com ins Leben rief. Dort fällt eine Gebühr nur an, wenn ein angebotener Artikel auch einen Käufer findet. Im Gegensatz dazu verlangt Ebay bereits Geld fürs Einstellen. Soll das Angebot dazu noch prominent mit Foto oder Fettschrift platziert werden, wird es richtig teuer.

Die Idee zu Mightybids.com sei ihm vor vier Jahren gekommen, erklärte Michaud. Er habe damals 50 bis 100 Objekte pro Monat bei Ebay angeboten und dafür rund 1 200 Dollar (890 Euro) Gebühren pro Monat bezahlt, auch wenn er nur wenige Dinge tatsächlich habe verkaufen können.

Die damalige schlechte Erfahrung ist für ihn jedoch kein Grund, sich mit dem Verkauf seiner Firma nicht an eBay zu wenden. „Das ist Marketing. Wir bekommen viel Aufmerksamkeit und es stellt sie (Ebay) auf die Probe“, sagte Michaud. Mightybids.com ist seit Donnerstag bei eBay gelistet. Bis Montagnachmittag trieben 39 Gebote den Preis auf 20 100 Dollar (15 000 Euro).

Die Firma hat nach Angaben der Gründer mehr als 100 000 registrierte Kunden in den USA, Kanada und Europa. Der Käufer erhält Zugang zum Code der Seite und zahlreiche Domain-Namen. Die Auktion endet am 1. Juli. Ebay hat nach Angaben von Michaud bisher noch kein Interesse an einer Übernahme bekundet.

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