„MiniFlame“
Neuer Virus spioniert Rechner in Nahost aus

Ein Computer-Virus mit dem Namen „MiniFlame“ soll Highspeed-Computer in Nahost ausspioniert haben. Nur rund 50 Rechner seien befallen – dafür aber sehr wichtige. Der Virus könne per Fernbedienung Kommandos ausführen.
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San FranciscoDas IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab hat einen weiteren Computer-Virus entdeckt, der eine kleine Zahl sehr wichtiger Rechner im Nahen Osten befallen haben soll. Der "MiniFlame" genannte Virus sei eng verwandt mit dem bereits vor einiger Zeit entdeckten Virus "Flame", der vor allem Rechner im Sudan und Iran angegriffen habe, erklärte das Unternehmen am Montag. Iran hat "Flame" für die Sabotage seiner Rechner im Öl-Ministerium verantwortlich gemacht.

"Während Flame als Schwert für weitausholende Hiebe funktioniert, ist MiniFlame ein Skalpell für chirurgische Schnitte", sagte der leitende Forscher des Moskauer IT-Unternehmens, Roel Schouwenberg, der Nachrichtenagentur Reuters. Von "MiniFlame" seien nur rund 50 Rechner befallen, allerdings handele es sich um sehr wichtige Computer in Ländern wie Iran, dem Libanon, Kuwait, Katar und den Palästinenser-Gebieten. Die Software könne etwa Screenshots anfertigen oder per Fernbedienung Kommandos ausführen.

Der neue Virus sei möglicherweise von "Flame" verbreitet worden, oder er sei über ein weiteres Virus-Programm weitergegeben worden, das ebenfalls kürzlich entdeckt wurde und den Namen "Gauss" erhalten hatte. "Gauss" wurde den Angaben zufolge eingesetzt, um Finanztransaktionen, E-Mail-Konten und Online-Netzwerke auszuspähen.

Die Viren seien "mit hoher Wahrscheinlichkeit" in denselben Labors entstanden, aus denen auch der Computerwurm Stuxnet stammt. Von diesem wird allgemein angenommen, dass er von den USA und Israel zur Sabotage des iranischen Atomprogramms genutzt wurde. Die Regierung in Washington lehnt es ab, sich dazu zu äußern, ob sie hinter Stuxnet steckt.

Zwar lehnt Kaspersky Spekulationen über die Urheber der Viren ab. Allerdings sei klar, dass es sich um staatlich gesponserte Angriffswerkzeuge zur Cyber-Spionage und für Cyberkriegs-Einsätze handele, erklärte das Unternehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Hallo, liebe Haupt- und Sonderschüler, das Hauptwort "Virus" ist nicht männlich sondern sächlich. Folglich heißt es nicht "der Virus" sondern "das Virus". Habt Ihr das nicht gelernt beim Dutschunterricht im Kindergarten?

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