Ministerium: "Davon habe ich nichts gehört"
China bestreitet Blockade von Google-Nachrichten

China hat eine gezielte Blockade der ausländischen Nachrichtenseiten der Internetsuchmaschine „Google News“ bestritten.

HB PEKING. „Davon habe ich nichts gehört“, sagte am Mittwoch ein Sprecher des Ministeriums für Informationsindustrie in Peking. Überhaupt gab er vor, das Problem nicht zu kennen, und fügte hinzu: „Manchmal lässt sich eine Website nicht aufrufen, aber später geht es dann.“

Seit etwa zehn Tagen können Internetnutzer in China die Website, die eine Auswahl von Nachrichten aus aller Welt zeigt, nicht mehr erreichen. Die Blockade erfolgte nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen nach dem Start der chinesischsprachigen Version, auf der Google politisch heikle Informationen nicht anzeigt.

„China zensiert Google News, um Internetnutzer zu zwingen, die chinesische Version zu benutzen, die um die kritischsten Berichte gesäubert worden ist.“ Die Selbstzensur hatte eine heftige Kontroverse ausgelöst. Laut Reporter ohne Grenzen verteidigte Google den Schritt damit, dass nicht Links zu Nachrichtenquellen angezeigt werden sollen, die von China ohnehin blockiert werden, um chinesischen Nutzern einen qualitativen Dienst zu garantieren.

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