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Motorola-Chef: Beim digitalen Polizeifunk gibt es kein Zurück mehr

Nach Ansicht des Geschäftsführers von Motorola Deutschland, Norbert Quinkert, gibt es beim digitalen Polizeifunk in Deutschland kein Zurück mehr. „Deutschland muss endlich ausschreiben“, sagte Quinkert am Freitag in Berlin.

dpa BERLIN. Nach Ansicht des Geschäftsführers von Motorola Deutschland, Norbert Quinkert, gibt es beim digitalen Polizeifunk in Deutschland kein Zurück mehr. „Deutschland muss endlich ausschreiben“, sagte Quinkert am Freitag in Berlin.

Im Gegensatz zu Ländern wie Finnland, den Niederlanden und Belgien, in denen Sicherheitsbehörden mittels Digitalfunk kommunizieren, funken Polizei, Feuerwehr und andere Einrichtungen mit Sicherheitsaufgaben immer noch analog. Das heißt unter anderem, dass die Gespräche zwischen Polizeibeamten abgehört werden können. Der Bund und die Länder streiten sich um die Finanzierung für das System.

Zusammen mit T-Systems will der amerikanische Konzern sich an einer Ausschreibung für das digitale Netz beteiligen und setzt dabei auf das abhörsichere Bündelfunksystem Tetra (Terrestrial Trunked Radio). Neben Motorola sind zudem der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS mit dem System Tetrapol, das finnische Unternehmen Nokia und das Telekommunikationsunternehmen Vodafone, das auf das Mobilfunknetz GSM setzt, im Rennen.

„Deutschland bekäme das größte Tetra-System der Welt“, sagte Motorola-Präsident Mike Zafirovski. Der deutsche Markt sei für Motorola sehr wichtig, zumal Tetra-Systeme für die ganze Welt in Berlin produziert würden.

Quinkert sagte, dass man bis zur Weltmeisterschaft (WM) 2006 zwar nicht mehr ganz Deutschland, aber dennoch einzelne Austragungsorte der WM mit digitalem Polizeifunk ausstatten könne. Allerdings hatte Innenminister Otto Schily (SPD) im Mai bekannt gegeben, „dass mit einer funktionsfähigen Inbetriebnahme von Teilnetzen zur Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006 nicht mehr zu rechnen ist“.

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