Nachfolge der DVD
HD-DVD will beim Preis punkten

Auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin geht der Streit um die Nachfolge der DVD in eine neue Runde. Mit einer neuen Serie von preiswerten Abspielgeräten will dabei die HD-DVD-Gruppe Punkte sammeln. Zudem wird die größere Auswahl an Filmtiteln gegenüber dem konkurrierenden Format Blu-ray immer wieder betont.

HB BERLIN. HD-DVD-Spieler kosteten die Hälfte von Blu-ray-Spielern, sagte ein Sprecher der europäischen HD-DVD-Promotion-Gruppe am Freitag zum Auftakt der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin. Darüber hinaus würden 75 Prozent der europäischen Filmstudios ihre Titel auf HD-DVD veröffentlichen. Ende 2007 gebe es 400 Titel, weltweit rund 1600.

Der Co-Vorsitzende der HD-DVD-Promotion-Gruppe, Ken Graffeo, betonte, HD-DVD sei das preisgünstigste und erfolgreichste HD-Format für Kinofans und erziele die höchsten Verkaufszahlen. Zudem sei der Ton bei HD-DVD-Spielern besser als der bei der Konkurrenz. Toshiba kündigte an, noch vor Weihnachten zwei neue HD-DVD-Spieler auf dem Markt zu bringen, die unter 300 Euro kosten sollen. Der Microsoft XBox HD-DVD-Spieler sei bereits für 179 Euro zu kaufen.

Olivier van Wynendaele, Sprecher der europäischen Promotion Group, kündigte am Freitag in Berlin zudem an, dass das kanadische Unternehmen Venturer Electronics zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft einen HD- DVD-Player für unter 290 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) auf den Markt bringen werde. Venturer entwickelt und produziert in China. Der neue Player liefert hochauflösende Videobilder im Format 1080i, also im so genannten Halbbildverfahren.

Zu den Verfechtern der HD-DVD zählen unter anderem Toshiba, Intel, Microsoft, Time Warner und Hewlett-Packard. Auf der anderen Seite stehen Konzerne wie Hitachi, Apple, Sony, Walt Disney Pictures, Philips, Panasonic und Samsung im Blu-ray-Lager. Abwechselnd behaupten beide die Marktführerschaft für sich.

Jordi Ribas von Microsoft räumte ein, dass Verbraucher durch die Rivalität zwischen HD-DVD und Blu-ray verwirrt werden könnten. "Die Konsumenten haben aber auch gelernt, sich zu entscheiden, etwa zwischen Plasma- und LCD-Technologie bei den Flachbildschirmen."

Die Systeme sind nicht miteinander kompatibel. Beide Formate sehen sich als legitime Nachfolger der DVD an, die mangels Speicherkapazität mit der zunehmenden Verbreitung von HD-TV immer weiter vom Markt verdrängt wird. Während Blu-ray-Disc bis zu 50 Gigabyte speichern kann, bietet die HD-DVD für 30 Gigabyte Platz an.

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