Neue Technologien verbannen die Tastatur in den virtuellen Raum
Virtuelle Tastaturen nicht nur für Handys

Kleine Tasten oder komplexe Handschrifterkennung erschweren die Texteingabe bei Handys und Organizern. Neue Technologien ermöglichen virtuelle Tastaturen, die den Tastendruck aus der Position der Finger ermitteln. Aber auch andere Anwendungen können davon profitieren

hiz DÜSSELDORF. Das Versenden von SMS ist, abgesehen für Freaks, eine Tortur, weil die Texte über die Mikrotastaturen eingegeben werden müssen. Auf der Cebit wurde mit einer Erweiterung für das Mobiltelefon SX1 von Siemens ein Prototyp gezeigt, bei dem Texte mittels virtueller Tastatur eingegeben werden. Gleiches war an einem PDA zu bewundern, der von Ibiz vorgestellt wurde. Er versteckte seine virtuellen Tasten in einem kleinen Zusatzgerät.

In beiden Fällen wird das Tastenfeld auf die Arbeitsfläche projiziert. Berührt ein Finger eine der Tastenflächen, so hört er einen Klick und das entsprechende Tastatursymbol ist auf dem Display zu lesen. Auf der virtuellen Tastatur, die in roter Farbe auf der Arbeitsfläche sichtbar ist, sind neben allen Buchstaben und Ziffern zusätzlich die Bedientasten des Handys abgebildet – etwa die Navigationstaste für das Menü.

Virtuelle Tastaturen sind seit einiger Zeit ein Forschungsfeld, das vor allem von Start-up-Firmen vorangetrieben wird. Bei dem Siemens Handy und dem Ibiz-Zusatzgerät ist die Technologie der israelischen Firma VKB verborgen. Die Tastatur besteht aus vier Komponenten: Einer roten Laserdiode mit Optik für die Projektion, sowie einer infraroten Laserdiode, einem Chipsatz und einer Infrarotkamera für die Detektion. Die Infrarotdiode erzeugt eine Art Lichtteppich der ca. 1mm über der Oberfläche liegt. Wenn ein Buchstabe auf der projizierten Tastatur angetippt wird, durchbricht er diesen „Lichtteppich“ und reflektiert Licht zur Kamera. Der Chip ermittelt aus der Position den Buchstaben und überträgt ihn aufs Display. Beim Tippen hört der Anwender ein leichtes Klicken, das als Quittung für den Tastendruck dient. Da die Infrarotkamera von schräg oben auf die Tasten blickt, reduziert sich die Positionserkennung auf ein zweidimensionales Problem, was nach Angabe von Experten eine zuverlässige Erkennung auch bei Schnellschreibern gestattet.

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