Neues Computervirus
Flame-Entdecker widersprechen BSI

Deutsche Regierungsexperten und das russische Antivirus-Unternehmen Kaspersky legen höchst unterschiedliche Bewertungen des neuen Computervirus Flame vor. Die Russen sprechen von der „Spitze eines Eisbergs“.
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Bonn/BerlinDie Bewertung des Computer-Virus Flame spaltet die Antivirus-Szene. Während deutsche Regierungsexperten vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in dem Schadprogramm keine Waffe in einem Cyber-Krieg sehen, warnen die Fachleute des russischen Antivirus-Unternehmens Kaspersky Lab erneut davor, Flame zu verniedlichen.

Der Computerschädling Flame war in den vergangenen Monaten von Kaspersky Lab entdeckt worden. Flame spioniere seit über drei Jahren Computeranwender und Netzwerke im Iran, Nahen Osten und Nordafrika aus, erklärte das Unternehmen am Dienstag. „Die Komplexität und Funktionalität der neu entdeckten Schadsoftware übersteigt die aller bislang bekannten Cyber-Bedrohungen“, sagte Firmen-Chef Eugene Kaspersky. Er setzte Flame in eine Reihe mit dem Schädling Stuxnet, der bestimmte Industrieanlagen-Module von Siemens angreift und vermutlich zur Sabotage der Atomprogramme im Iran eingesetzt wurde.

Dirk Häger vom BSI sagte am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa, die bei Flame entdeckten Funktionen seien auch in bekannten Schadprogrammen wie „Poison Ivy“ zu finden. „Stuxnet war etwas Besonderes, Flame aber nicht.“ Dem widersprach am Freitag Kaspersky: Betrachte man die Vollständigkeit, Komplexität und Effektivität von Flame, unterscheide sich dieser Schädling deutlich von anderen Spyware-Programmen.

„Zur Zeit arbeiten zahlreiche Forscher verschiedener Unternehmen weltweit an der Analyse von Flame - und trotzdem sind alle Experten noch weit von einer vollständigen Analyse sämtlicher Komponenten entfernt“, sagte Kaspersky. Daher sei es gewagt, Flame als „nichts Besonderes“ zu bezeichnen, „denn Flame ist nach Ansicht der Experten erst die (beeindruckende) Spitze des Eisbergs“.

Einig sind sich BSI und Kaspersky immerhin darin, dass Deutschland nicht akut durch Flame bedroht ist. Zur Zeit gebe es keinen bekannten Fall in Deutschland, erklärten die russischen Experten. „Kaspersky Lab hat immer betont, dass Länder im Nahen Osten das Hauptziel darstellen.“ „Für mich gibt es keinen Grund, einen Superalarm in Deutschland auszulösen“, sagte Häger der dpa.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • "Deutsche Regierungsexperten und das russische Antivirus-Unternehmen Kaspersky legen höchst unterschiedliche Bewertungen des neuen Computervirus Flame vor. Die Russen sprechen von der „Spitze eines Eisbergs“."

    Nun, dann wissen wir ja schon heute was demnächst zu lesen sein wird, nämlich das das Spionageprogramm von unseren "Freunden" auch in Europa eingesetzt wurde und wird.

    Es wäre wünschenswert wenn gewisse deutsche Beamte ein bisschen mehr für diejenigen arbeiten die ihre Gehälter zahlen und ein bisschen weniger für den Rest.

    Es gab sogar Zeiten in Deutschland in denen es eine Straftat war für ausländische Interessen aktiv zu sein.

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