Neuronale Netze helfen, den optimalen Bargeldbestand in Automaten und Bankfilialen zu finden
Geldautomaten lernen aus Gewohnheiten der Shopper

Ein komplett leer geräumter Geldautomat ist für eine Bank nicht eben imagefördernd. Um diese Peinlichkeit zu vermeiden, bestücken die Kreditinstitute ihre Automaten vorsorglich mit mehr Barem als nötig – und lassen sich das einiges kosten.

HB DÜSSELDORF. Weil Cash in der Wand keine Zinsen bringt, entgehen den Kreditinstituten allein in Deutschland Zinsgewinne von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr, sagen Wissenschaftler der Siemens AG. Der Münchner Technologiekonzern erhofft sich daher Marktchancen mit einer neu entwickelten Software, die die optimale Befüllung der Geldautomaten steuert. „Intelligentes Cash Management“ verspricht das jüngst vorgestellte Programm.

Zwar haben auch andere Anbieter Software für die Befüllung von Geldautomaten im Programm. Die Siemens-Techniker setzen jedoch erstmals auf so genannte neuronale Netze. „Das bedeutet im Prinzip, dass die Software in der Lage ist, aus der Vergangenheit zu lernen“, sagt Ralph Grothmann, Wissenschaftler im Bereich Corporate Technology bei Siemens in München.

Wie viel Geld im Automaten gelagert werden muss, hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab. In der Fußgängerzone einer Großstadt ist der Bedarf höher als in einem Randbezirk. Kurzfristige Einflüsse wie das Wetter oder Straßenfeste lassen sich dagegen kaum berücksichtigen. „Sie zu erfassen, wäre viel zu teuer“, sagt Grothmann.

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