Office-Version auf Elsässisch
Microsoft hat auch „Webschnuffler“

„Webschnuffler“ für „Webbrowser“ - das ist nur eine Übersetzung bei der weltweit ersten elsässisch-französischen Software des Computerriesen Microsoft.

dpa/lsw STRAßBURG. Zur Entwicklung dieser Version des Programms „Office“ wurde am Donnerstag in Straßburg ein Vertrag zwischen der Region Elsass und Microsoft unterschrieben. Dafür müssen 50 000 Begriffe auf Elsässisch übersetzt werden. Microsoft will mit der Initiative Regionalsprachen in der Welt vor dem Aussterben retten.

Die teils witzigen elsässischen Sprachschöpfungen für die Technologie-Sprache hat sich der 84-jährige emeritierte Professor für Dialektologie, Raymond Matzen, einfallen lassen. Begrüßt wird der Benutzer mit einem „Güete Morje“ auf der „Startsit“. Ein kommerzielles Ziel werde nicht verfolgt, sagte ein Sprecher von Microsoft. Das Programm wende sich an erwachsene und jugendliche Benutzer, „die Elsässisch am Leben erhalten wollen“.

Wer „keyboard“ (clavier) anklickt, liest im Tipptext des Mauszeigers „Täschtbrett“(Tastenbrett). Auch der regionale Sprachreichtum wurde berücksichtigt: für „Programm schließen“ werden zwei Varianten angeboten, „annüliere“ und „abbreche“. Den Begriff „web“ hat Matzen ohne Übersetzung übernommen. „In der deutschen Version wurde sogar „webbrowser“ auf Englisch gelassen“, sagt er.

Das Projekt soll im März 2007 gebrauchsfertig sein. Als Entwicklungskosten hat das Computerunternehmen 5 000 Dollar investiert. Die Premiere werde mit Elsässisch gefeiert, „weil wir in dieser Region engagierte Partner gefunden haben“, sagte ein Sprecher von Microsoft. Übertragungen in andere Regionalsprachen seien geplant.

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