Pageflakes.com
Persönliches Portal mit wenigen Klicks

Internet-Experten aus Deutschland und Bangladesch haben sich zu einem Projekt zusammengefunden, um aktuelle Web-Techniken zu einer neuen Plattform zusammenzufügen: Bei pageflakes.com kann man sich mit wenigen Mausklicks ein persönliches Web-Portal zusammenstellen.

HB FRANKFURT. Bislang stehen 74 verschiedene Module zur Verfügung, von denen 40 von freien Entwicklern beigesteuert wurden. Mit Hilfe dieser Bausteine können die am häufigsten genutzten Web-Angebote in ein einziges Portal integriert werden: E-Mail, Blogs, aktuelle Nachrichten, das Link-Verzeichnis del.icio.us, die Fotosammlung Flickr, Wettervorhersagen, Aufgabenliste, Adressverzeichnis und vieles mehr. Jedes dieser „Flakes“ wird individuell angepasst, wobei XML-Rechniken wie RSS und „Tags“ als Schlagworte für bestimmte Inhalte reichlich zum Einsatz kommen. Die einzelnen Komponenten können mit der Maus beliebig an verschiedenen Stellen angeordnet werden. Wenn man zu viel auf der eigenen Seite angehäuft hat, kann man den Platz mit Karteireitern, so genannte „Tabs“, erweitern. So lässt sich etwa eine eigene Seite nur für die RSS-Feeds von Blogs gestalten, damit man deren neue Beiträge stets im Blick hat.

Pageflakes wurde als Unternehmen im November vergangenen Jahres gegründet. „Seit drei Monaten sind wir live“, sagt Mitbegründer Ole Brandenburg, der in den 90er Jahren das später von eBay übernommene Auktionshaus alando.de mit auf den Weg gebracht hat. In kurzer Zeit haben sich nach seinen Angaben bisher mehr als 50 000 User angemeldet. Das Angebot kann aber auch ohne die kostenlose Registrierung genutzt werden; der Web-Server erkennt dann mit Hilfe von Cookies, wer da gerade die persönlich gestaltete Seite aufrufen will.

Pageflakes bietet gute Möglichkeiten, die Lieblingsplätze im Web an einen Ort zusammenzuführen. Das Angebot ist ein Beispiel für die Möglichkeiten der Ajax-Technik zur Entwicklung von Web-Anwendungen. Wer über eigene Programmierkenntnisse in PHP, Javascript oder .NET verfügt, kann eigene „Flakes“ basteln und der Community zur Verfügung stellen. Auch die selbst zusammengestellten Seiten können öffentlich gemacht werden - eine solche Art von Austausch (“Sharing“) ist ein wesentliches Kennzeichen des Internet-Trends mit dem Schlagwort Web 2.0.

Zum Start hofft Pageflakes auf Einnahmen durch kontextrelevante Werbung. Wer mit der Auswahl bestimmter Angebote deutlich gemacht hat, dass er sich für Fußball interessiert, bekommt dann entsprechende Werbung vorgesetzt. „Dabei setzen wir aber keine aufdringlichen Werbeformen wie Banner ein“, versichert Brandenburg. In einer zweiten Stufe wird der Einstieg ins E-Commerce angestrebt, möglich sind hier etwa Partnerschaften mit anderen kommerziellen Anbietern wie Auktionshäusern. Irgendwann ab 2007 planen die Pageflakes-Macher dann auch kostenpflichtige Dienste wie etwa Börseninformationen in Echtzeit.

Das Motto von Pageflakes lautet: „The whole web at your fingertips“ und erinnert irgendwie an Slogans von Microsoft. Der Software-Marktführer bastelt seit Monaten an einem ähnlichen Projekt wie Pageflakes, reicht aber bislang noch nicht an deren Funktionsvielfalt heran.

Internet: www.pageflakes.com

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