PC-Monitore liefern bessere Kontraste und schnellere Reaktionen
Zukunft gehört den Flachbildschirmen

Beim Rundgang über die Cebit wird man voluminöse Röhrenmonitore suchen können wie die Stecknadel im Heuhaufen. Flachbildschirme haben sie zu einer aussterbenden Art gemacht - ein Trend, der durch einen regelrechten Preiskrieg der Anbieter kräftig angeheizt worden ist. Und die Verkaufspreise für LCD-TFT-Bildschirme dürften nach Einschätzung von Branchenkennern in diesem Jahr weiter purzeln, wenn auch nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr.

HB HANNOVER. Das geht aber nicht auf Kosten der Qualität. Ganz im Gegenteil: Die Reise geht hin zu besserer Bilddarstellung, besseren Kontrasten und geringerer Reaktionszeit. Die Reaktionszeit gibt Auskunft darüber, wie lange der Monitor braucht, um von einem schneeweißen Bild zu einem komplett schwarzen zu wechseln. Je länger das dauert, desto eher zeigen sich bei Bildwechseln Schlieren. Das ist zwar eher bei Computerspielen von Bedeutung, kann aber auch bei Präsentationen nerven. Noch sind 20 bis 30 Millisekunden üblich, 18 gelten im Normalbetrieb als in Ordnung.

Samsung und Hyundai bieten nun aber sogar Geräte mit Reaktionszeiten von acht Millisekunden an. Damit eignen sich die schnellen Schirme auch gut für schlierenfreies Fernsehen - denn das kommt immer mehr in Mode: "Im Rahmen der zunehmenden Verbreitung von DVB-T als Fernsehstandard werden immer häufiger Fernsehsendungen auf dem PC-Bildschirm angeschaut", sagt Lothar Lechtenberg, Sprecher von Fujitsu Siemens Computers. "Es zeigt sich ohnehin, dass PC- und Unterhaltungsindustrie immer enger zusammenwachsen." Konsequenterweise stellt die Firma auf der Cebit in der Baureihe Myrica auch LCD- und Plasma-Fernseher vor.

Hyundai verschmilzt beim Imagequest L17T+ ebenfalls einen Computermonitor mit einem Fernsehbildschirm, wie überhaupt viele Hersteller nun eine Fernsehfunktion anbieten, teilweise sogar mit Videotext und Bild-im-Bild-Option. Dieser Trend zum Multifunktionalen bringt mit sich, dass Nutzer nun nicht mehr starr vor dem Monitor verharren müssen, um ein gutes Bild zu haben: Betrachtungswinkel von 170 Grad und ein Kontrastverhältnis von 1000 : 1 bei gleichmäßiger Ausleuchtung des Monitors sind bei Top-Produkten keine Seltenheit mehr. Das heißt: Auch wenn der Nutzer sehr flach von der Seite auf das Bild blickt, bleibt es gut sichtbar, kontrastreich und hell. So finden auch mehrere Betrachter vor dem Display Platz.

Über die gute Bilddarstellung sollte man allerdings nicht handfeste Ausstattungsdetails vergessen. So rät Manfred Breul vom Branchenverband Bitkom beim Kauf dazu, auf einen integrierten Digital-Eingang (DVI) zu achten: "Das ist ein Muss, weil dem DVI die Zukunft gehört. Es könnte sein, dass schon der nächste PC, den man kauft, keinen analogen Anschluss mehr hat und damit der Monitor unbrauchbar wird." Leider gibt es auch bei den Neuheiten Modelle, die auf den digitalen Eingang verzichten. Stattdessen wird der Kunde mit Features wie rückwärtigen Lautsprechern geködert, die, sofern der Monitor vor der Wand steht, Raumklang erzeugen sollen.

Für Businessanwender dürfte interessant sein, dass Monitore mobil werden: Wer unterwegs nicht auf seinen gewohnten 18-Zoll-TFT-Bildschirm verzichten will, greift zu einem extrem schlank gebauten Modell in leichter Bauweise. Vorreiter dieses Trends ist der Shuttle XP 17 - seine speziellen Qualitäten offenbaren sich am unauffällig in das Design integrierten Tragegriff.

Unlängst stellte auch Benq mit dem FP785 einen Henkelmann vor, bei dem der Standfuß als Griff dient. Von Ferne geht der TFT-Monitor mit Träger glatt als schlanke Aktentasche durch. Möglicherweise wird es sogar bald schick sein, mit einem mobilen Monitor auf Geschäftsreise zu gehen: Der Benq wurde bereits bei seiner Markteinführung wie ein trendiges Accessoire auf einer Modenschau in Mailand präsentiert.

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