Projekt Quaero
Mehr als eine Suchmaschine

Das deutsch-französische Projekt Quaero soll Google überholen. Die deutsche Industrie zeigt bisher wenig Interesse.

HB PARIS/DÜSSELDORF. Das Vorhaben klingt ambitioniert: Europäische Forscher entwickeln eine Suchmaschine, die Platzhirsch Google in den Schatten stellen kann. So zumindest stellt sich Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac das deutsch-französische Forschungsprojekt Quaero vor, wie er jüngst bei seiner Neujahrsansprache erklärte.

Noch steckt Quaero indes in einer embryonalen Phase. „Viele Fragen, wie die Finanzierung, sind noch offen“, sagt Alexander Waibel, Experte für Spracherkennung von der Uni Karlsruhe, der an der Entwicklung von Quaero beteiligt ist. Vor allem in Deutschland mangelt es noch an der Beteiligung der Industrie. Freitag fand dazu ein erstes Sondierungsgespräch im Wirtschaftsministerium statt.

Quaero geht auf eine Initiative von Frankreichs Präsident Jacques Chirac und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder vom April 2005 zurück. Industrie und öffentliche Forschungsinstitute beider Länder sollen Hand in Hand arbeiten. In Frankreich sind neben dem öffentlichen Forschungsnetzwerk CNRS die Unternehmen Thomson und France Télécom bei Quaero mit von der Partie. In Deutschland forschen unter anderem die Universitäten Karlsruhe und Hannover sowie die RWTH Aachen mit.

Um mit den weltweit führenden Suchmaschinen mithalten zu können, müssen die Forscher zunächst den Vorsprung von Google, Yahoo oder MSN aufholen. „Dafür sind zunächst einmal Computercluster von mehreren 10 000 Maschinen notwendig“, sagt Wolfgang Sander-Beuermann, Chef der deutschen Metasuchmaschine Metager, die von der Uni Hannover betrieben wird.

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