Rettungsaktion für Chromebooks
Google Mail jetzt offline nutzbar

Googles Betriebssystem Chrome ist bislang wenig beliebt. Das Problem will der Internetkonzern nun angehen: Die Google-Anwendungen kann man jetzt auch offline nutzen.
  • 9

San FranciscoMit Google Mail, Kalender und Google Text & Tabellen lässt sich jetzt auch ohne Internetanbindung arbeiten. Das teilte Google in seinem Unternehmensblog mit. Durch diese Funktionserweiterung erhofft sich der Webriese eine bessere Akzeptanz seines Betriebssystems Google Chrome. Computer mit Chrome, sogenannte Chromebooks, sind praktisch nutzlos, wenn sie nicht mit dem Internet verbunden sind, weil in der perfekten Google-Welt alle Programme und Daten im Web liegen.

Die Realität sieht jedoch anders aus: Ob im Flugzeug oder in der U-Bahn, oft gibt es kein Internet und der Zugang unterwegs per Mobilfunknetz ist zudem teuer.  Laptops mit Google Chrome - wie das Samsung Serie 5 - haben vor allem aus diesem Grund bislang kaum Verbreitung gefunden und liegen wie Blei in den Regalen.

Das soll anders werden. Google Mail ist ab heute offline nutzbar. Kalender, die Textverarbeitung und die Tabellenkalkulation sollen noch im Laufe der Woche folgen.  Wer mit Google E-Mails offline lesen, beantworten oder organisieren will, muss sich vorher eine entsprechende App (Google Mail Offline) aus dem Chrome Web Shop herunterladen, die auch auf dem PC mit dem Webbrowser nutzbar ist.

Bei Kalender, Texten und Tabellen wird zunächst nur ein Ansicht möglich sein, aber keine Bearbeitung. Produktmanager Benoît de Boursetty kündigte allerdings eine schrittweise Erweiterung der Funktionen an. Chrome nähert sich damit immer weiter dem großen Vorbild Microsoft Windows an und verabschiedet sich von der Idee.




Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent

Kommentare zu " Rettungsaktion für Chromebooks: Google Mail jetzt offline nutzbar"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich habe selbst ein Samsung Chromebook und kann sagen, dass es einfach zu viele Einschränkungen hat im Vergleich zu "normalen" Laptops/Netbook. Alleine die Frechheit, den USB-Port für Datenausgabe zu sperren ist bei der normalen Arbeit ein Hindernis. Warum macht Google so etwas und erzwingt einen Umweg der Text/Bilder-Ausgabe über das Web? Was die Preise angeht: In den USA (großer Markt für Google-Chrombooks) sieht es leider noch anders aus. 5 GB bei Verizon kosten z.B. 50 Dollar (plus Tax) im Monat, die anderen liegen auf vergleichbarer Höhe. Das ist schon ein Wort für viele, die ja nebenbei auch noch für ihr Smartphone/Handy einen weiteren Vertrag bezahlen. Bei den Hotspots sieht es hier in der Tat recht gut aus, sogar viele offene Hotspots. Aber der größte Haken: Die bezahlten Hotspots gehören unterschiedlichen Betreibern und wer an verschiedenen Orten ins Netz geht, zahlt pro Tag dann mal locker 4 oder 5 Dollar pro Zugang und das zwei oder dreimal. Das läppert sich auch. Und: Ich muss den Zugang kaufen, nur um eine Zeile schreiben oder lesen zu dürfen. Im Web will ich ja gar nichts machen! Das ist nicht praktikabel, es sei denn, ich bin immer an einem Ort.

  • Das größte Problem von Chrome OS und damit den Chromebooks ist, dass sie für gleiches Geld weniger Rechenleistung und Funktion anbieten wie andere Notebooks.
    Warum sollte ich als Kunde mich dem Diktat von Google ergeben, wenn ich andere Notebooks, gewöhnlicherweise mit Windows, für einen geringeren Preis bekomme und dazu so gut wie alle Programme installieren kann die ich will, meine Daten auf meiner internen Festplatte speichern kann und dazu noch deutlich mehr Anschlüsse für Peripheriegeräte habe?

    Mag sein, dass in Zukunft 2-3 Jahren sich dies ändern wird, bis dahin erscheint mir ein Chromebook seiner Zeit freundlich gesagt etwas voraus zu sein

  • kann diese miesmacherei irgendwie nicht mehr hören... es gibt bereits airlines mit wlan, die deutsche bahn arbeitet hart, und fuer jemanden, der dauernd unterwegs ist und dabei arbeiten muss... na, da sind die 20 euro, die 5 GB pro monat mittlerweile via mobilfunk kosten ja wohl kein problem?

    ueber multimedia-fun-tablets jubeln und ueber die arbeitsmaschine chromebook lästern, und das im handelsblatt - sorry, null verständnis.

    kai festersen, begeisterter chromebook-nutzer

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%