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Sex-Chats im dänischen Parlament

Auf dänischen Parlaments-Computern wird kräftig über Sex gechattet. Das enthüllte die Kopenhagener Staatsanwaltschaft in dieser Woche bei einem Verfahren gegen den ehemaligen Abgeordneten Flemming Oppenfeldt wegen Sex mit minderjährigen Jungen.

dpa KOPENHAGEN. Auf dänischen Parlaments-Computern wird kräftig über Sex gechattet. Das enthüllte die Kopenhagener Staatsanwaltschaft in dieser Woche bei einem Verfahren gegen den ehemaligen Abgeordneten Flemming Oppenfeldt wegen Sex mit minderjährigen Jungen.

Wie die Zeitung „Jyllands-Posten“ am Donnerstag berichtete, legte der Ankläger die Abschrift von 1 110 Seiten mit sexuellen Inhalten vor, die Techniker bei der Kontrolle aller PC im Parlamentsgebäude Christiansborg gefunden hatten.

Oppenfeldt hatte vom Abgeordnetenbüro aus mit sehr jungen Partnern in entsprechenden Internet-Foren Kontakt aufgenommen. Neben seinen Chats „45 til ung“ („45 an Junge“) fanden die Techniker 137 verschiedene Pseudonyme wie „Sadotrans“, „Lumpiger Stallsklave“ oder „Strafe mich“, mit denen Abgeordnete oder Angestellte des Folketing sich an Sex-Chats im Internet beteiligten. Parlamentspräsident Christian Mejdahl (65) von der bäuerlich-liberalen Partei „Venstre“ lehnte technische Sperren zur Verhinderung solcher Aktivitäten ab: „Es wäre im Widerspruch zum Geist des Folketing, wenn wir den Zugang zum Internet begrenzen würden.“

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