Softwareunterstützung
Transparente Geschäftsabläufe per Mausklick

Mit einer Enterprise Architektur Software lassen sich Geschäftsprozesse analysieren. Sie warnt auch vor Risiken, die sich in Geschäftsabläufen verstecken.

hiz DÜSSELDORF. Mit der neuen Version der System Architect Software von Telelogic lassen sich komplexe Abläufe und Systeme modellieren und dokumentieren. Das dabei verwendete Verfahren kommt aus den USA und wird Enterprise Architecture genannt. Unternehmensprozesse werden mittels der Software in Form von Organigrammen oder Ablaufdiagrammen erfasst. Damit entsteht ein "Konstruktionsplan" der Abläufe in Firmen. "Enterprise Architekturen liefern das strategische Fundament für eine durchdachte, auf Fakten basierende Entscheidungsfindung", so Jan Popkin, Chief Strategist, Telelogic, der eigentliche Vater der Software.

Unternehmen entstehen in der Regel nicht auf der grünen Wiese, sondern es gibt dafür eingespielte Vorgehensweisen. Diese können recht komplex sein. Das macht es nahezu unmöglich, aus dem Stand ein vollständiges Ablaufdiagramm zu erstellen. "Die Erfassung der Daten kann zunächst in einem Übersichtsdiagramm erfolgen, das immer weiter verfeinert wird. Die Kästchen eines Organigramms werden dabei Schritt für Schritt mit Details gefüllt, bis sie ein Abbild der realen Arbeitsabläufe widerspiegeln", erläutet Renate Stücka, verantwortlich für dass Europageschäft von Telelogic, eine möglich Vorgehensweise. Eine andere Möglichkeit beginnt mit einem Teilablauf, zum Beispiel der Rechnerlandschaft eines Unternehmens. Diese Funktionsdefinition wird dann nach oben immer weiter ausgebaut.

In einigen Unternehmen liegen schon Workflow-Beschreibungen in elektronischer Form vor. Diese können dann über standardisierte Austauschformate wie BPNM (Business Process Modeling Notation) oder der XML-basierten BPEL (Business Process Execution Language) in die Enterprise-Architektur eingebunden werden.

Die Notwendigkeit für solche Dokumentationen ergeben sich vor allem bei Firmen, die international tätig sind und den mit den strengen Richtlinien der USA in Berührung kommen. Vor allem der Sarbanes-Oxley Act zwingt publizitätspflichtige Unternehmen, ihre Geschäftsabläufe eindeutig zu dokumentieren. Von den Unternehmen werden dazu vermehrt Enterprise-Architektur-Werkzeuge eingesetzt, um Modelle und Unternehmensstrukturen zu gestalten, zu visualisieren und zu analysieren.

Diese Strukturen stellen den Konstruktionsplan für die geschäftlichen Ziele und Prozesse von Unternehmen und Behörden sowie für ihre IT-Infrastruktur dar. Per Software lassen sich Beziehungen zwischen Technologie, Prozessen und Daten grafisch darstellen und bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen. "Unternehmen müssen in der Lage sein, architekturbezogene Informationen problemlos abzurufen, weiterzugeben und zu kommunizieren, um informierte Entscheidungen über Technologien, Geschäftsprozesse, Kundendienst-Modelle und Konformitäts-Anforderungen zu treffen", erklärt Ingemar Ljungdahl, Chief Technology Officer, Telelogic

Neben der Dokumentation sind mit dem Softwarepaket die Planung und die Analyse von Vorgängen möglich. Dabei werden in Grafiken Prozesse, die inkonsistent sind oder für die keine Ressourcen vorhanden sind, mit Ampeln oder Messgeräten markiert.

Als Berichtstools für die Dokumente die Wirtschaftsprüfer zur Zertifizierung von Unternehmen benötigen, können mit Microsoft Excel, Word, Crystal Reports usw. automatisch erstellt werden. Die Software wird etwas Ende November Windows-Betriebssysteme verfügbar sein.

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