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Sony BMG sieht Ende der Internet-Krise im Musikmarkt

Die jüngst fusionierte Plattenfirma Sony BMG erwartet durch den Boom beim legalen Herunterladen von Musik aus dem Internet ein Ende der Branchenkrise. „Die Menschen sind wieder bereit, für Musik zu bezahlen“, sagte Maarten Steinkamp, Chef von Sony BMG in Deutschland, in Berlin.

dpa BERLIN. Die jüngst fusionierte Plattenfirma Sony BMG erwartet durch den Boom beim legalen Herunterladen von Musik aus dem Internet ein Ende der Branchenkrise. „Die Menschen sind wieder bereit, für Musik zu bezahlen“, sagte Maarten Steinkamp, Chef von Sony BMG in Deutschland, in Berlin.

Der Musikmarkt habe sich nun stabilisiert und könne aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. In den kommenden Jahren seien bei legalen Downloads gute Wachstumsraten zu erwarten.

Steinkamp erklärte: „Der Fluch von gestern ist der Segen von morgen.“ Lange Zeit sei die Internetpiraterie und das illegale Herunterladen von Musik von der Branche als Bedrohung angesehen worden; dieser Trend kehre sich jetzt ins Positive. Ein Zeichen dafür sei auch, dass weniger CD-Rohlinge für das Brennen von Musik-CDs als früher verkauft würden. Ziel von Sony BMG sei es, in den nächsten fünf Jahren auf dem Download-Markt eine Quote von 20 bis 30 Prozent zu erreichen.

Zur einem möglichen drastischen Personalabbau bei dem fusionierten Musikkonzern wollte sich Steinkamp nicht äußern. Nach Medienberichten sollen im neuen Unternehmen Sony BMG rund ein Drittel der Stellen abgebaut werden, so dass es noch knapp 300 Mitarbeiter gebe. Steinkamp bekräftigte, ein Teil der Mitarbeiter bleibe auch nach dem Umzug der Firma nach München in Berlin. Eine Zahl wollte er nicht nennen.

Sony BMG betreut in Deutschland Bands und Sänger wie 2raumwohnung, Peter Maffay und Laith Al-Deen. Die Musiksparte von Sony und die Bertelsmann-Musiktochter BMG hatten vor sechs Wochen ihr Geschäft zusammengelegt. Das Gemeinschaftsunternehmen ist mit 25 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Musikfirma der Welt.

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