Spieletest „Divinity: Original Sin“
90 Stunden bester Unterhaltung

Dynamisches Duo: Im Rollenspiel „ Divinity: Original Sin “ besuchen zwei Helden eine Küstenstadt, um einen Mord aufzuklären - und müssen schon bald die Welt vor dem Untergang zu bewahren.
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San FranciscoNicht nur im Kino, auch bei Computer- und Videospielen sind "Franchises" der Renner: Statt für jedes Spiel eine komplett neue Welt mit neuen Charakteren und Hintergrundgeschichten zu erschaffen, bauen ihre Titel aufeinander auf und schmücken so das Spieluniversum immer weiter aus.

Was mit Spider-Man, den Avengers und zahlreichen Superhelden famos funktioniert, das klappt auch in der Divinity-Rollenspielserie der belgischen Larian Studios. Divinity: Original Sin heißt der vierte Teil der Serie, die mit "Divine Divinity" im Jahr 2002 ihren Anfang nahm. Und weil dessen Handlung rund 1.200 Jahre vor den Ereignissen der bisherigen Abenteuer spielt, versteht die Geschichte auch, wer noch keinen der Vorgänger gespielt hat.

In "Divinity: Original Sin" übernehmen Sie die Rolle von zwei sogenannten Quellenjägern, die der Anwendung von illegaler Quellenmagie einen Riegel vorschieben wollen. Dazu sind die beiden in der und um die Küstenstadt Cyseal aktiv. Ursprünglich herbeigerufen, um einen Mordfall zu untersuchen, stößt das Duo dabei sehr schnell auf immer größere Abenteuer.

In der mysteriösen Heimstätte eröffnet ihnen der Chronist der Zeit, dass nur sie das vorzeitig drohende Ende aller Zeit stoppen können. In einer Taverne treten die zwei den "Fantastischen Fünf" bei, einer Abenteurerbande, die mit der Schatzsuche, dem Töten von Orks und dem Aufspüren von Untoten zu Ruhm, Ehre und Gold kommen will. Vermisste Soldaten, ein um seinen Bruder trauernder Ork, ein trauriger Spaßmacher ohne Publikum, Matrosen, die ein brennendes Schiff löschen müssen, eine Muschel, die zurück ins Meer will: Unsere Helden bekommen sehr schnell sehr viel zu tun. Gut, dass ein Quest-Tagebuch Buch darüber führt, wer was von uns will und welchen Fortschritt wir dabei bereits gemacht haben.

Heiler mit zweihändigen Schwertern

Bei ihren Abenteuern werden die zwei Quellenjäger von ein oder zwei Mitstreitern unterstützt, die sich ihrer Gruppe anschließen. Bis zu vier Helden streifen so durch Gewölbe, Wälder und Küstengebiete. Rollenspieltypisch gibt's für gelöste Aufgaben, erkundete Gebiete und erledigte Gegner Erfahrungspunkte, die zu einem regelmäßigen Stufenaufstieg führen. Dann heißt es, die Eigenschaften, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Quellenjäger und ihrer Freunde zu verbessern. Eine Magierin freut sich über mehr Intelligenz, was zu durchschlagskräftigeren Zaubersprüchen führt. Ein Ritter lernt, neue Waffen zu benutzen und diese mit Hilfe des Talents Schmiedekunst auch unterwegs zu reparieren.

Typische Rollenspielklassen gibt es in "Original Sin" nicht. Sie bestimmen, ob Ihre Schurkin Zaubersprüche wirkt oder Ihr Heiler mit zweihändigen Schwertern wirbelt. Mit einigen Helden-"Schnittmusterbögen" erleichtern die Entwickler jedoch beim Spielstart die Qual der Wahl.

Während des Spiels lernen die Charaktere durch das Lesen von Büchern weitere Zauber und Fähigkeiten. Die Schmöker finden sie in der Welt verstreut, kaufen sie oder stibitzen sie gar von anderen Personen. Zu den erlernten Fähigkeiten gehören das bereits erwähnte Reparaturtalent, aber auch das Sprechen mit Kühen, Ratten und Co. - dem Tierfreundtalent sei's gedankt. So offenbaren sich manchmal sogar neue Wege durch ein Tunnelsystem, das eine Ratte natürlich wie ihre Westentasche kennt.

Wer Geld für Lebensmittel sparen möchte, lernt Kochrezepte und bereitet aus gesammelten Zutaten wohlschmeckende Speisen. Wer einem Schmied Konkurrenz machen will, schmilzt gefundene Erzklumpen zu Metall und fertigt daraus Waffen und Rüstungen an. Handwerker verbinden ein Messer und einen Stock zu einem Speer, aus Stiefeln und Nägeln entsteht rutschfestes Schuhwerk, mit dem sich vortrefflich über glattes Eis navigieren lässt.

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Herrlich altmodisch

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