Suchmaschinen-Betreiber greifen immer häufiger auf das Online-Lexikon zurück
Wikipedia entert Google und Co.

In Frankfurt hat von Freitag bis Sonntag die internationale Wikipedia-Konferenz getagt. Das Online-Lexikon gehört mittlerweile zu den größten Wissensquellen der Welt. Auch die Suchmaschinen kommen nicht mehr ohne dessen Inhalte aus.

DÜSSELDORF. Der in Leder gebundene, 20-bändige Brockhaus hat ausgedient. Informationen suchen die Menschen bei Google und Co. Internet-Suchmaschinen scheinen eine schier unerschöpfliche Wissensquelle zu sein. Doch verbirgt sich hinter den Suchtreffern immer häufiger Werbemüll. Nützliches geht unter. Da trifft es sich gut, dass es eine Adresse im Web gibt, die die Informationen vorsortiert und aufbereitet liefert: Wikipedia.

Wikipedia ist ein Online-Lexikon, das der US-Amerikaner Jimmy Wales 2001 ins Leben gerufen hat. Die Idee ist simpel: Viele Menschen wissen sehr viel. Dieses Wissen tragen sie nach Schlagworten sortiert auf einer Seite im Web zusammen. Wo der eine Autor nicht mehr weiter weiß, knüpft der nächste an und merzt dabei auch noch gleich die Fehler des Vorschreibers aus. So haben zehntausende Menschen über die vergangenen vier Jahre zwei Millionen Artikel in mehr als 60 Sprachen verfasst.

An dieser Wortgewalt kommt auch Suchmaschinen-Primus Google nicht vorbei. Immer häufiger landen Wikipedia-Artikel ganz oben auf den Trefferlisten. Mit dem Befehl „definiere“, der vor den Suchbegriff gesetzt wird, fahndet google.de sogar explizit im deutschsprachigen Wikipedia nach passenden Informationen.

Yahoo greift bei Ländernamen automatisch auf Wikipedia zurück und zeigt den Lexikoneintrag an erster Stelle der Trefferliste. Demnächst klappt das auch mit Biographien bedeutender Persönlichkeiten.

Web.de geht noch einen Schritt weiter und bietet seit Mitte Juli eine extra Wikipedia-Suche an. Die ist sogar komfortabler und vor allem deutlich schneller als auf de.wikipedia.org, der Heimat des deutschsprachigen Wikipedia-Teils mit seinem doch sehr spartanischen Suchfeld. So kann bei Web.de nach Bildern und Autoren gefahndet werden.

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