Suchmaschinenanbieter eröffnet neue Front
Google wagt sich an Internet-Telefonie

Google, die führende Suchmaschine im Internet, bietet eine eigene Software, mit der Nutzer Online-Telegramme versenden und per Internet über ihre Computer telefonieren können. Der Such-Pionier aus Mountain View, Kalifornien, steigt damit in einen Markt ein, auf dem es bereits starke Wettbewerber gibt.

je PORTLAND. „Google Talk“ konkurriert direkt mit Angeboten von Microsoft, Yahoo und AOL sowie mit dem Internet-Telefonservice Skype Technologies SA aus Luxemburg. Google Talk ist Teil von Gmail, dem E-Mail-Programm von Google, das das Unternehmen jetzt allen Internet-Nutzern anbietet, die eine Handy-Nummer haben.

Google, das erst kürzlich eine Zweitplatzierung von Stammaktien im Volumen von vier Mrd. Dollar ankündigte, weitet mit dem neuen Angebot sein Geschäftsmodell aus, das bislang auf Werbeeinnahmen im Zusammenhang mit Internet-Suchen basiert. Die Wachstumsraten in diesem Bereich nehmen deutlich ab und Google muss sich neue Erlös-quellen erschließen, um seinen Aktienkurs, der sich seit Börseneinführung mehr als verdreifacht hat, zu stützen.

„Google ist in diesem Markt ein David unter Goliaths“, sagt Analyst Greg Sterling von der Kelsey Group. Online-Telegramme, so genannte Instant Messages, nutzten laut der Marktforschung von Com-Score Networks im Juli bei Yahoo 19,1 Mill., bei Microsoft 14,1 Mill. und bei AOL 41,6 Mill. Teilnehmer in den USA.

Weltweit hat zum Beispiel Microsofts MSN Messenger 170 Mill. Nutzer. Erst im April veröffentlichte Softwareriese Microsoft eine neue Version seiner Software, die Video-Anrufe über das Internet erlaubt. Yahoo, das führende Internet-Portal und die zweitgrößte Suchmaschine, ermöglicht über Yahoo Messenger ebenfalls Telefonanrufe von Computer zu Computer.

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