Sun und Fujitsu Siemens
Neue Server-Generation vorgestellt

Nach dreijähriger Entwicklungszeit haben Fujitsu-Siemens und Sun Microsystems eine gemeinsame Produktlinie von Unix-Servern vorgestellt, die mit dem gemeinsam entwickelten Sparc-Chip laufen.

HB MÜNCHEN/NEW YORK. Fujitsu und Sun hatten sich im Sommer 2004 auf die Kooperation geeinigt, um Konkurrenzsystemen von IBM und Hewlett-Packard besser entgegen treten zu können und das Geschäft mit Unix-Servern zu stärken. Bislang erzielt Fujitsu-Siemens mit Windows-Servern auf der x86-Plattform etwa einen doppelt so hohen Umsatz wie mit Unix-Servern.

„Das sind die schnellsten Sparc-Server, die es jemals gab“, sagte der zuständige Fujitsu-Siemens-Manager Jens-Peter Seick gegenüber Agenturen. „Damit bringen wir das Beste aus beiden Welten zusammen“, so Seick. Mathias Lehmann von Sun erklärt: „Wir erwarten uns eine Stärkung der Solaris-Plattform und wollen zeigen, dass diese auch gegen Linux bestehen kann.“ Dazu gehören spezifische Funktionen wie die flexible Domain-Verwaltung auf einem Web-Server oder die Technik der Virtualisierung zur Installation weiterer Betriebssysteme.

Die Einsatzbereiche der Server mit den Modellbezeichnungen T1000/2000 sowie M4000 bis M9000 reichen vom einzelnen Web-Server bis zum „High Performance Computing“ (HPC) für besonders rechenintensive Simulationen in Wissenschaft und Industrie. Einstiegsmodell ist der T1000 mit einem einzelnen Achtkernprozessor und maximal 32 Gigabyte Arbeitsspeicher. Das Spitzenmodell M9000-64 kann 128 Prozessorkerne am Laufen halten und einen Arbeitsspeicher bis zu zwei Terabyte ansprechen.

Das untere Ende wird mit Systemen bedient, in dem der Prozessor UltraSPARC T1 arbeitet. „Wir haben diese Server, die beispielsweise bei Internetanwendungen zum Einsatz kommen, auf hohe Leistung bei niedrigem Stromverbrauch optimiert“, sagte Donatus Schmid, Marketing-Vorstand von Sun Deutschland. Die mittleren Systeme sowie die beiden High-End-Systeme sind vor allem für große Anwendungen in Rechenzentren gedacht, die quasi niemals ausfallen dürfen wie Abrechnungssysteme von Telekommunikationsgesellschaften oder andere kritische Programme. Diesen Großrechner laufen mit dem Prozessor SPARC64 VI.

Die drei Server-Klassen werden gleichzeitig von Sun, Fujitsu und Fujitsu Siemens Computers mit identischen Listenpreisen angeboten. Wegen unterschiedlicher Service-Pakete der drei Firmen können jedoch die Preise der Rechner am Markt letztlich variieren. Die neue Server-Generation hatte ursprünglich schon im Sommer 2006 auf den Markt kommen sollen.

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