Systems 2007
Kommentar : Kampf ums Überleben

Am Lokführerstreik lag es auch, dass in diesem Jahr weniger Besucher zur Systems nach München kamen. Doch zur Erklärung des massiven Besucherschwunds reicht der Ausstand der Bahnbedinesteten allein nicht aus. Will die Systems überleben, muss sie für die großen US-Firmen attraktiver werden.

Das war schon ein Schock! Nur noch 40.000 Besucher kamen in diesem Jahr zur Systems nach München. Angesichts dieses brutalen Besucherschwunds geht es in den nächsten Jahren ums nackte Überleben der Herbstmesse der ITK-Branchen in München.

Zunächst einmal eine erste nüchterne Zahlenanalyse. Für diesen Einbruch bei den Besucherzahlen gibt es mehrere Gründe: Zum einen fand die diesjährige Systems nur noch an vier Tagen statt, während im vergangenen Jahr die Dauer noch bei fünf Tagen lag. Zudem beeinträchtigte der Streik der Lokführer am Donnerstag den Besuch der Systems erheblich. Die im Umland von München eingesetzten kostenlosen Busse zur Messe konnten das Problem nur mindern, aber nicht lösen.

Doch Dauer und Streik allein wollte Klaus Dittrich von der Messe München nicht als Gründe gelten lassen, warum sind die Besucherzahlen zu deutlich eingebrochen sind. Da dazu müsse nun eine intensive Auswertung erfolgen.

Auf die Frage des Handelsblatts, welche weiteren Maßnahmen für die Systems 2008 verbessert werden könnten, nannte Dittrich in erster Linie die Bemühungen, große Unternehmen wieder als Aussteller der Systems zurückzugewinnen. Dabei geht es um Namen wie Microsoft Hewlett-Packard oder Oracle. Es würden bereits Gespräche in dieser Richtung geführt. So schätzt Dittrich die Möglichkeit einer Rückkehr von Microsoft zur Systems unter dem neuen deutschen Microsoft-Chef Achim Berg günstiger ein als in den vergangenen Jahren.

Generell ist jedoch das Thema einer Messepräsenz bei großen amerikanischen Firmen, wie das bei den drei letztgenannten Unternehmen der Fall ist, schwierig. Nach Beobachtungen von Dittrich wird in die Vertriebsmannschaften der Unternehmen eine Messepräsenz durchaus als sehr positiv bewerten, während die Marketingabteilungen eher nach neuen Plattformen und Darstellungsformen suchen. Die Sisyphus-Arbeit des Systems-Chef wird also sein, die smarten Vermarkter amerikanischer IT-Konzerne zu überzeugen, dass die Systems eine gute Herbstplattform im Süden Deutschlands ist.

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