Technik und Herkunftsland verlieren an Bedeutung
Unterhaltungselektronik im Umbruch

Der niederländische Philips-Konzern sieht einen dramatischen Wandel in der europäischen Unterhaltungselektronik. Vorstandschef Gerhard Kleisterlee sagte dem "Spiegel", sowohl die reine Technik als auch das Herkunftsland verlören für die Käufer zunehmend an Bedeutung.

HB HAMBURG. Die Branche steht nach Ansicht von Philips-Chef Gerhard Kleisterlee vor weiteren Produktionsauslagerungen ins Ausland. "Der Verbraucher will vor allem Emotionen, er kauft, was gut aussieht, was seinem Lebensstil entspricht und eine gute Qualität hat. Wo und mit welchen Komponenten das Gerät hergestellt ist, interessiert ihn nicht", zitierte das Magazin den 59-jährigen Konzernvorstand.

Philips habe auf diesen Trend als erster reagiert und inzwischen rund 90 Prozent seiner Unterhaltungsgeräte-Produktion an Zulieferer abgegeben. Man verstehe sich mehr als Ideenschmiede, die Produktionskonzepte entwickle und mit Hilfe von Zulieferern auf den Markt bringe. "Ich bin fest davon überzeugt, dass uns die Konkurrenz da bald folgen wird, weil man das Geschäft gar nicht mehr anders betreiben kann", sagte der Philips-Chef.

Enorme Wachstumspotenziale sieht Kleisterlee laut "Spiegel" in der Licht- und Medizintechnik. Hier wolle man auch eigene Fertigungen behalten und ausbauen. Beide Felder hätten eine zunehmende Bedeutung, "und dort macht den Europäern keiner etwas vor". Besonders in der Medizintechnik, so Kleisterlee, wolle Philips in den nächsten Jahren "deutlich höhere Umsatzzahlen" erzielen.

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