Telekommunikation
Versteigerung von Wimax-Lizenzen beendet

Die Versteigerung von Frequenzen für schnelle drahtlose Internetzugänge im so genannten Wimax-Standard hat einen Erlös von fast 56,1 Mill. Euro gebracht. Das teilte die Bundesnetzagentur am Freitag in Mainz mit.

dpa MAINZ. Die Versteigerung von Frequenzen für schnelle drahtlose Internetzugänge im so genannten Wimax-Standard hat einen Erlös von fast 56,1 Mill. Euro gebracht. Das teilte die Bundesnetzagentur am Freitag in Mainz mit.

Die Anbieter Clearwire, Deutsche Breitbanddienste (DBD) und Inquam Broadband erwarben Frequenzen in allen 28 Versorgungsgebieten. Die Auktion war am Dienstag in Mainz angelaufen und umfasste 35 Runden. Mit der neuen Technik bekämen auch bislang nicht mit Breitband versorgte Regionen ein Angebot, sagte Agenturpräsident Matthias Kurth.

Am heftigsten waren die Frequenzpakete für den Großraum München umkämpft. Zwar wurde im Gegensatz zu den Milliardenerlösen der im Jahr 2000 versteigerten UMTS-Lizenzen nur ein Bruchteil geboten. Dennoch sprach Kurth in Mainz von einem „ganz nennenswerten Betrag“ für die Bundeskasse. Erlöse wie vor sechs Jahren seien „nie unser Ziel und auch gar nicht erreichbar“ gewesen. „Das ist jetzt eine Chance für neue Unternehmen“, sagte Kurth. „Auch Newcomer haben eine Chance.“

Wimax (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ermöglicht die schnelle Übertragung von Daten und wird vor allem in ländlichen Regionen eingesetzt, in denen der Bau eines DSL-Netzes unwirtschaftlich wäre. Die Technologie wird auch „Broadband Wireless Access“ (BWA) genannt. Nach Einschätzung von Experten lohnt sich der Aufbau eines Wimax-Netzes vor allem in Ländern ohne Festnetz- Infrastruktur. In Deutschland eigne sich die Technik nur im Nischenbereich. Die großen nationalen und internationalen Mobilfunk- und Festnetzanbieter hatten sich für die Auktion auch gar nicht beworben.

Laut Bundesnetzagentur können die Anbieter ihre neuen Frequenzen sofort nutzen. Mit der Ersteigerung sind sie allerdings auch eine Pflicht eingegangen: Bis Ende 2009 müssen sie in jedem Versorgungsgebiet 15 Prozent der Gemeinden abdecken, bis Ende 2011 sogar 25 Prozent.

„Mit dem gesamten DSL-Spektrum ist Wimax sicher nicht vergleichbar“, erklärte der technische Leiter der Deutschen Breitband Dienste, Bernd Kieslich. „Wir werden aber Dienste mit Geschwindigkeiten anbieten können, die die Masse benötigt“, sagte er und sprach von Übertragungsraten von zwei bis drei Megabit pro Sekunde. Bei der festnetzgebundenen DSL-Technik ist inzwischen zumindest in Ballungsgebieten eine vielfache Bandbreite im Angebot.

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