The Empire strikes back
Microsoft nimmt Linux unter die Lupe

Es vergeht kaum eine Woche, wo nicht neue Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten aufgedeckt werden. Die Redmoder wollen sich jetzt durch eine ungewöhnliche Aktion in ein besseres Licht rücken.

hiz DÜSSELDORF. Jeder Softwareentwickler wird zugestehen, dass so komplexe Softwarepakete wie das Betriebssystem Windows oder die Office-Produkte nicht fehlerfrei sein können. Je funktionsreicher ein Programm ist, desto mehr potentielle Gefahrenstellen hat es auch. Bei so extrem weit verbreiteten Paketen, wie den Microsoft-Produkten, fallen Sicherheitslücken eher auf, weil Millionen von Anwender täglich damit arbeiten. Der Softwaregiganten aus den USA stört es natürlich, wenn die gesamte Entwicklergemeinde immer wieder mit den Fingern auf sie zeigt und sie brandmarkt.

Als größte Gefahr für den eigenen Marktanteil hat Microsoft das freie Betriebssystem Linux identifiziert. Die Popularität wächst kontinuierlich. Einzelne Firmen und Verwaltungen setzen bereits auf das freie Betriebssystem, das den Bastelstuben einzelner Softwarefreaks längst entwachsen ist.

Die Windows-Kompanie hat jetzt Spezialisten angeheuert, um in Linux vorhandene Sicherheitslöcher aufzudecken. Damit soll zum einen gezeigt werden, dass bei wachsender Verbreitung von Linux, auch der bisherige Nimbus der Sicherheit nicht für immer gilt. Zum anderen soll dem Markt vor Augen geführt werden, wie lange es dauert, bis die gefundenen Fehler von der Open-Source-Gemeinde ausgebessert werden. Microsoft versucht mit dieser Aktion zu beweisen, dass Windows das sichere System ist und bei gemeldeten Problemen die Redmonder die schnelleren Reaktionszeiten haben.

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