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Time Warner zahlt 210 Millionen Dollar in Vergleich

Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner zahlt in einem Vergleich mit dem amerikanischen Justizministerium insgesamt 210 Mill. Dollar (157 Mill. Euro). Dies haben Time Warner und das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt gegeben.

dpa NEW YORK/WASHINGTON. Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner zahlt in einem Vergleich mit dem amerikanischen Justizministerium insgesamt 210 Mill. Dollar (157 Mill. Euro). Dies haben Time Warner und das US-Justizministerium am Mittwoch bekannt gegeben.

Es geht um Fehlverhaltens-Vorwürfe bei Geschäften der Time-Warner-Onlinefirma America Online Inc. (AOL) mit der ehemaligen Internetfirma Purchasepro.com. Das Justizministerium reicht eine strafrechtliche Beschwerde gegen AOL im Zusammenhang mit Wertpapierbetrügereien ein, die von bestimmten Purchasepro-Mitarbeitern begangen wurden. Das Justizministerium wird jedoch auf eine Klage gegen die Gesellschaft verzichten, falls das Unternehmen seine Verpflichtungen im Rahmen der Vergleichsvereinbarungen einhält und bei der andauernden Untersuchung kooperiert. Vier ehemalige Purchasepro-Manager haben sich nach Angaben des Justizministeriums schuldig bekannt. Time Warner muss auch seine internen Kontrollen stärken.

Time Warner hat außerdem der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC einen Vergleich vorgeschlagen, der die Zahlung einer Strafe von 300 Mill. Dollar beinhaltet. Es geht um die Verbuchung von Anzeigeneinnahmen von 400 Mill. Dollar in den Jahren 2001 und 2002 im Zusammenhang mit dem Kauf der 49-prozentigen Bertelsmann-Beteiligung an AOL Europe. Time Warner verspricht dabei, zukünftig nicht gegen Wertpapiergesetze zu verstoßen.

Die Gesellschaft gibt jedoch in dem der SEC vorgeschlagenen Vergleich kein Fehlverhalten zu oder verneint es. Die Bilanzierung dieser Geschäfte soll geändert werden. Die SEC-Kommissionsmitglieder müssen dem vorgeschlagenen Vergleich erst zustimmen. Die SEC hatte moniert, dass damit im Zusammenhang stehende Anzeigenkäufe als eine Kaufpreisverminderung hätten verbucht werden müssen, statt sie als Anzeigenverkäufe zu registrieren.

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