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DSL löst Telefonanschluss ab

Die schnelle Internetverbindung DSL wird den klassischen Telefonanschluss in den nächsten Jahren ablösen. Davon sind immer mehr Branchenexperten überzeugt.

FRANKFURT. "DSL wird in Deutschland der Standardanschluss für Telefonie und Daten", ist sich auch Arcor-Chef Harald Stöber sicher. DSL steht für "Digital Subscriber Line" und macht das Kupferkabel des alten Telefonnetzes zum Datenturbo, auf dem bis zu 51 Megabit pro Sekunde übertragen werden können.

Alle Telefonanbieter arbeiten mit Hochdruck daran, ihre Netze auf die so genannte IP-Technik umzustellen, mit der Kunden nicht nur Informationen über schnelle Datenleitungen verschicken, sondern per Datenkabel telefonieren können. Die Voice-over-IP-Technik digitalisiert dabei die Sprache, verpackt sie in kleine Datenpakete und transportiert sie über das Internet. Beim Empfänger werden die Sprachpakete wieder entpackt und in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt.

Das geht heute bei der schnellen Übertragungstechnik so fix, dass der Gesprächspartner Qualitätsunterschiede kaum mehr merkt. Und mit steigenden Bandbreiten dürfte sich die Qualität noch steigern. Im Gegensatz zu Ländern mit keinem oder einem nur schlecht ausgebauten Festnetz wie Indien ist DSL in Deutschland auf dem Weg der Standard für den Kommunikationsanschluss der Zukunft zu werden. Schon jetzt werden in Deutschland über 90 Prozent der breitbandigen Datenanschlüsse mit DSL-Technik betrieben. Aber auch im TV-Kabelnetz kommt sie zum Einsatz.

Auch viele Mobilfunkanbieter gehen offensichtlich davon aus, dass sich DSL im Wohnzimmer als Standard durchsetzen wird und suchen entsprechende Kooperationspartner. Deutschlands zweitgrößter Mobilfunknetzbetreiber Vodafone D2 plant gemeinsam mit der Tochter Arcor den Einstieg in das Geschäft mit dem schnellen Internet. "Wir wollen im DSL einen möglichst großen Marktanteil gewinnen", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen.

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