Umdenken in der IT-Branche
Intel forciert das Stromsparen

Der größte Chipkonzern der Welt setzt die Energieeffizienz ganz oben auf seine Agenda. Der Vorstoß kommt zur rechten Zeit. Denn die IT-Branche will schon seit langem den Stromverbrauch ihrer Geräte senken. Aus gutem Grund.

MÜNCHEN. Der weltgrößte Chiphersteller Intel will seine Marktmacht nutzen und die IT-Branche künftig zu größeren Anstrengungen in Sachen Energiesparen antreiben. "Kein anderes Thema interessiert unsere Kunden so stark wie das Stromsparen - und daran wird sich auch so schnell nichts ändern", sagt Justin Rattner, Technikvorstand des Halbleiterherstellers.

Als Verfechter eines "Green-IT"-Kurses will Intel mit gutem Beispiel voran gehen: In den Labors des Weltmarktführers arbeiten tausende Spezialisten an Lösungen, damit die Chips künftig noch effizienter werden. In den nächsten drei, vier Jahren, verspricht Rattner, solle der Stromverbrauch um die Hälfte sinken. Dabei experimentiert Intel auch mit ganz neuen Verfahren. So haben es die Forscher gemeinsam mit der University of California Santa Barbara geschafft, Mini-Laser in die Chips einzubauen. Damit lassen sich die Daten künftig optisch übertragen. Die optischen Datenleitungen sind nicht nur kostengünstig, sie senken auch den Energieverbrauch im Inneren des Computers.

Es sei jedoch nicht alleine Sache der Chipherstellern, den Kurswechsel zu schaffen, sagt Rattner. Über die starke Stellung von Intel in der Branche möchte der Konzern darauf hinwirken, dass verstärkt energieeffiziente Komponenten entwickelt und eingesetzt werden.

Der Vorstoß kommt zur rechten Zeit - und hat gute Chancen, umgesetzt zu werden: Angesichts weltweit kräftig steigender Preise macht sich die IT-Industrie schon seit längerem intensiv Gedanken darüber, wie sie den Stromverbrauch ihrer Geräte drücken kann. Als Verkaufsargument wird die Energieeffizienz für Computerhersteller immer wichtiger. "Sowohl IBM als auch Hewlett-Packard haben bereits erklärt, dass der Energieverbrauch ganz oben auf der Agenda steht", sagt Graham Titterington, Analyst des Beratungshauses Ovum. Die beiden US-Konzerne sind weltweit führend im Geschäft mit Rechenzentren.

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