Unerwünschte Werbemails
Millionenstrafen für Spammer

Den Versenden unerwünschter Werbemails - sogenannter Spam-Mails - kann im US-Bundesstaat Kalifornien bald den Ruin bedeuten. Ein neues Gesetz droht Strafen von bis zu einer Million Dollar an. Betroffen sind nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ alle in Kalifornien erhaltenen und verschickten Reklamemails.

HB WASHINGTON. Danach können Firmen und Einzelpersonen, die so genannte Spam-E-Mails verschicken, bestraft werden. Zugleich drohen auch den Firmen Strafen, für deren Produkte geworben wird.

Das Anti-„Spam“-Gesetz soll dem Bericht zufolge am 1. Januar in Kraft treten und sieht eine Strafe von 1000 Dollar pro Werbemail und eine Maximalstrafe von einer Million Dollar für eine „Spam“-Kampagne vor. Von den Firmen werde in Zukunft verlangt, eine existierende Kundenbeziehung zum Empfänger nachzuweisen oder eine Erlaubnis einholen, ihm eine Werbemail schicken zu dürfen.

Mill. Amerikaner müssen indes auch in Zukunft damit rechnen, beim Abendessen die von vielen als störend empfundenen Werbeanrufe zu erhalten. Ein Bundesgericht stoppte am Mittwoch (Ortszeit) die von der Regierung geschaffene Blockadeliste, in die sich bereits 50 Mill. Amerikaner eingetragen hatten, und bescherten der Telemarketing-Branche damit einen großen Erfolg. Die Richter urteilten, dass die Wettbewerbsbehörde FTC ihre Autorität überschritten habe, als sie die Liste aufstellte.

Präsident George W. Bush hatte bei der Verkündung der Initiative erklärt: „Wenn Amerikaner sich zum Abendessen hinsetzen oder wenn Vater oder Mutter ihrem Kind etwas vorlesen, dann ist das Letzte, was sie brauchen, ein Anruf von einem Fremden, der ihnen etwas verkaufen will."

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