Untersuchungen nach wissenschaftlichen Maßstäben
Hintergrund: Qualitätsbestimmung von Suchmaschinen

Dass Suchmaschinen nicht immer perfekte Ergebnisse ausgeben, weiß wohl jeder Nutzer aus eigener Erfahrung. Die Bestimmung der Qualität dieser Suchwerkzeuge nach wissenschaftlichen Maßstäben gestaltet sich jedoch schwierig.

Neben der eigentlichen Trefferqualität („Passt der angezeigte Treffer zur Suchanfrage?“), die natürlich zentral für die Gesamtqualität von Suchwerkzeugen ist, sind weitere Faktoren entscheidend. Besonders bedeutend sind Fragen der Indexqualität, d.h. nach der Qualität des Datenbestands, der einer Suchmaschine zugrunde liegt.

Hier wird oft als alleiniges Qualitätsmerkmal die Indexgröße angesehen. Erst kürzlich kündigten die beiden großen Konkurrenten Yahoo und Google eine Vergrößerung ihrer Datenbestände an. Zwar sind die von den Betreibern angegebenen Zahlen grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen; dass die Datenbestände einen Umfang von mittlerweile deutlich mehr als zehn Milliarden Dokumenten erreicht haben, ist jedoch unstrittig.

Doch auch diese imposanten Zahlen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass keine Suchmaschine das komplette Web erfasst. Zudem haben Untersuchungen gezeigt, dass sich die Trefferlisten der Suchmaschinen sich aufgrund der unterschiedlichen Rankingverfahren nur in kleinen Teilen überschneiden. Die gleiche Anfrage an mehrere Suchmaschinen zu schicken lohnt sich also in vielen Fällen.

Weiterhin sollte der Datenbestand einer Suchmaschine möglichst aktuell sein. Wird eine Suchanfrage an eine Suchmaschine geschickt, kann diese nicht das Web „live“ durchsuchen, sondern greift auf gespeicherte Kopien der Dokumente (den Index) zurück. Entscheidend ist, wie alt diese Kopien sind – eine Suche nach aktuellen Inhalten in Suchmaschinen ist in vielen Fällen nicht sinnvoll, da diese Dokumente oft noch gar nicht erfasst wurden. Hier bieten sich spezielle Suchdienste mit eigenen Datenbeständen an, beispielsweise Nachrichten- oder Blog-Suchmaschinen.

Für die Qualität des Index ist auch entscheidend, dass sog. Spam-Seiten, also unerwünschte und irrelevante Inhalte, zuverlässig ausgeschlossen werden. Ob dies durch automatische Verfahren erfolgt oder durch ein „Index-Team“, ist für den Nutzer letztlich ohne Bedeutung.

Und schließlich sollten gute Suchmaschinen auch abseits des Index etwas zu bieten haben, nämlich zum Beispiel umfassende Abfragemöglichkeiten, die eine professionelle Recherche ermöglichen.

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