Urteile
Internetapotheken müssen Wirkstoffe von Reiseapotheken nennen

Internetapotheken müssen in ihrer Werbung für Reiseapotheken detaillierte Angaben zum Wirkstoff der enthaltenen Arzneimittel machen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg (OLG) in Sachsen-Anhalt hervor.

dpa NAUMBURG. Internetapotheken müssen in ihrer Werbung für Reiseapotheken detaillierte Angaben zum Wirkstoff der enthaltenen Arzneimittel machen. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Entscheidung des Oberlandesgerichts Naumburg (OLG) in Sachsen-Anhalt hervor.

Die Richter stuften die Werbung eines Internetanbieters für eine Reiseapotheke als wettbewerbswidrig ein, weil notwendige Pflichtangaben fehlten. Die Internetapotheke hatte für ein Paket geworben, das unter anderem ein Schmerzmittel, ein Medikament gegen Durchfall und ein Präparat gegen Sonnenbrand und Insektenstiche enthielt.

Die Richter bemängelten, dass in dem Angebot Hinweise zu den genauen Wirkstoffen fehlten ebenso wie der Satz „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“. Nach dem Heilmittelwerbegesetz seien diese Angaben aber Pflicht, damit ein Patient rational darüber entscheiden könne, ob das angebotene Arzneimittel seinen Bedürfnissen entspreche. Die Pflichtangaben müssen dem geriocht zufolge nicht auf dem Bestellformular im Internet stehen, wohl aber in der detaillierten Artikelbeschreibung.

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