US-Computerhersteller
Sun will Datenspeicherbranche aufmischen

Der US-Computerhersteller Sun Microsystems hat sich vorgenommen, nach der Übernahme von Storagetek die Datenspeicherbranche aufzumischen.

dpa HANNOVER. "Gemeinsam werden wir nicht nur mehr verkaufen, sondern auch Innovationen voranbringen, wie es sie im traditionellen Speichergeschäft noch nicht gegeben hat", sagte der weltweite Vertriebschef (Chief Marketing Officer), Anil Gadre, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX auf der Cebit. Während Storagetek die Archivierungslösungen beisteuere, werde Sun dafür sorgen, dass nur dazu berechtigte Nutzer darauf zugreifen können.

Die Stärke von Sun liege darin, dass das Unternehmen mit Solaris über ein eigenes Computer-Betriebssystem verfüge. "Die anderen Anbieter wie EMC, Network Appliance oder IBM haben das nicht", sagte Gadre. "Es war ein strategischer Fehler von IBM, das aufzugeben. Solaris hat für uns strategisch einen hohen Wert." Aus seiner Sicht werden Sun, Microsoft und Linux die drei großen Überlebenden unter den Betriebssystemen sein. Der Marktanteil von Ibms "AIX" sei sehr klein, "zOS" allein für Großrechner geeignet.

Hewlett-Packard (HP) habe aufgehört, in sein Betriebssystem "HP-UX" zu investieren. "Wir wären ein großartiger Zulieferer für HP", sagte Gadre. "Es ist an der Zeit, HP-UX und Solaris zusammenzuführen." Dem Wettbewerber gehe es doch in erster Linie darum, Dienstleistungen und den Kundenbedürfnissen entsprechende Lösungen anzubieten. Im Prinzip kaufe und verkaufe HP die Produkte anderer Anbieter. "Das macht HP potenziell zu einem ausgezeichneten Vertriebspartner für unsere Technologie", sagte Gadre.

Speichermanagement spiele im Wettbewerb eine zentrale Rolle. "Hier findet die strategische Auseinandersetzung statt", sagte Gadre. Microsoft habe zwar Windows als Betriebssystem und mit ".NET" auch so genannte Middleware, Software, die hinter dem Betriebssystem arbeitet, aber keine Speicherlösungen. Sun verfüge aber nicht nur über ein Betriebssystem und Middleware (Java Enterprise System), sondern durch Storagetek auch über Speicherlösungen.

Neues zur Partnerschaft mit Google war von Gadre nicht zu erfahren. Der Sun-Manager zeigte sich optimistisch für das laufende Geschäft, wollte aber keinen detaillierten Ausblick geben. "In den letzten Jahren waren unsere Kunden über unsere Zukunft besorgt, wir haben ihre Erwartungen übertroffen", sagte er. "Heute fragt mich keiner mehr nach unserer Strategie. Wir haben unsere Produktlinien komplett überarbeitet und das Vertrauen der Kunden ist gestiegen." Das gelte auch für den deutschen Markt.

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