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US-Mobilfunkfirmen Sprint und Nextel in Fusionsgesprächen

Die US-Mobilfunkunternehmen Sprint und Nextel befinden sich in Gesprächen über eine mögliche Fusion. Eine Transaktion würde 30 Mrd. Dollar (22,5 Mrd Euro) übersteigen, berichtete das „Wall Street Journal“ in seiner Onlineausgabe.

dpa NEW YORK. Die US-Mobilfunkunternehmen Sprint und Nextel befinden sich in Gesprächen über eine mögliche Fusion. Eine Transaktion würde 30 Mrd. Dollar (22,5 Mrd Euro) übersteigen, berichtete das „Wall Street Journal“ in seiner Onlineausgabe.

Man verhandele über eine „Fusion Gleicher“. Die Gespräche könnten auch noch Platzen. Verizon Wireless könne sich ebenfalls noch einschalten. Sprint und Nextel nahmen keine Stellung. Die Sprint-Aktien legten am Donnerstag um 7,91 Prozent auf 24,28 Dollar zu. Der Nextel-Aktienkurs stieg um 6,58 Prozent auf 29,81 Dollar. Die Aktien von Sprint sind damit insgesamt knapp 36 Mrd. Dollar wert und die von Nextel rund 33 Mrd. Dollar.

Sprint/Nextel würden es gemeinsam auf 38,5 Mill. Mobilfunkkunden bringen und damit zu den beiden Branchenführern Cingular Wireless mit 47 Mill. und Verizon Wireless mit 42 Mill. Nutzern aufrücken. Sprint ist bisher mit mehr als 23 Mill. Mobilfunkkunden die Nummer drei. Nextel liegt mit 15,3 Millionen Kunden auf Platz fünf.

Dazwischen rangiert T-Mobile USA, die amerikanische Mobilfunksparte der Deutsche Telekom, mit 16,3 Millionen Kunden. Sie würde nach einem Sprint/Nextel-Zusammenschluss sehr viel weiter abgeschlagen noch immer auf Platz vier liegen. Er sei darüber nicht besorgt, versicherte Robert Dotson, der Chef der T-Mobile USA, der Zeitung. T-Mobile habe international 67 Mill. Mobilfunk-Kunden.

Neben den vier großen Konkurrenten gibt es noch zahlreiche kleine Mobilfunkanbieter. Der US-Markt hat mit etwa 172 Mill. Handynutzern einen Jahresumsatz von mehr als 100 Mrd. Dollar. Die vier Branchenführer haben insgesamt mehr als 144 Millionen Kunden. Die großen drei der Branche, Cingular, Verizon Wireless und Sprint/Nextel, würden auf rund 75 Prozent Marktanteil kommen.

Cingular Wireless hatte erst vor wenigen Wochen die AT & T Wireless für 41 Mrd. Dollar gekauft. Cingular gehört den beiden großen US-Telefonkonzernen SBC Communications und Bellsouth. Cingular wurde durch den AT & T-Wireless-Kauf Branchenführer vor Verizon Wireless, einem Gemeinschaftsunternehmen der größten US-Telefongesellschaft Verizon Communications und der britischen Vodafone.

Sprint macht noch immer mehr als die Hälfte seines Umsatzes von 26 Mrd. Dollar mit seinem seit Jahren stark schrumpfenden regulären Telefongeschäft. Ob und wann dieses bei einer Fusion mit Nextel ausgegliedert würde, scheint völlig offen. Sprint hat im vergangenen Jahr 1,2 Mrd. Dollar verdient. Nextel, die gewinnstärkste der US-Mobilfunkfirmen, hat 2003 rund 10,8 Mrd. Dollar umgesetzt und 1,5 Mrd. Dollar verdient.

Damit wäre Nextel für Sprint ein ertragsstarker Partner mit besonders starkem Kundenstamm bei den Unternehmen. Nextel würde hingegen nach Darstellung von Branchenkennern von der Sprint- Technologie und dem hochmodernen Sprint-Mobilfunknetz profitieren und sich Mrd. für eine Modernisierung des eigenen Netzes ersparen.

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