Video-Blogger
„Rocketboom“ verliert seine Frontfrau

Amanda Congdon verlässt die schräge „Tagesschau“ der Video-Blogger in den USA. Die bisherige Frontfrau hat sich sich mit ihrem Partner überworfen und verfolgt nun neue Pläne. „Rocketboom“ will zwar weitermachen, Congdons Abgang schlug dennoch hohe Wellen.

HB NEW YORK. „Das Internet ist wie eine sauber gepflasterte Straße“, sagte Amanda Congdon in ihrem letzten Auftritt für www.rocketboom.com, einen der populärsten amerikanischen Videoblogs. „Ich kann überall hingehen, wo ich will.“ Jetzt hat die 24-Jährige mit den langen blonden Jahren entschieden, einfach wegzugehen - und damit heftige Reaktionen ausgelöst.

„Rocketboom“ ist für die flirrige Internet-Szene der USA so etwas wie die „Tagesschau“ in der seriösen deutschen Nachrichtenwelt. Oft setzte sich Amanda Congdon vor eine Weltkarte und erzählte, was sie bei ihren Surfgängen wieder Aufregendes oder Merkwürdiges entdeckt hatte. Irgendwann muss sie auch Hollywood entdeckt haben - oder umgekehrt. Jedenfalls verlangte Amanda von „Rocketboom“-Gründer Andrew Michael Baron, dass er sie nach Los Angeles ziehen lasse. Schließlich könnten die Videos dort genauso gut gedreht werden wie in New York.

Aber weil Andrew 51 Prozent des „Rocketboom“-Projekts gehören und Amanda nur 49 Prozent, gab das Kapital den Ausschlag gegen die flotte Videobloggerin. Vor knapp zwei Jahren ging „Rocketboom“ auf Sendung, und zuletzt riefen schätzungsweise 300 000 Menschen die einfach gestrickten, aber nie langweiligen Videos auf.

Kein Wunder, dass ihr Abgang von „Rocketboom“ hohe Wellen schlug. Bei technorati.com, der Suchmaschine, die täglich mehrere Millionen Blogs auswertet, war „Rocketboom“ zwei Tage lang an der Spitze der meist genannten Begriffe. Nach der Trennung ging Amanda Congdon in die Offensive, richtete einen Blog mit dem bezeichnenden Titel „Amanda Unboomed“ (amandaunboomed.blogspot.com, blip.tv/file/49296) ein, machte sich über die Zukunft von „Rocketboom“ lustig und forderte alle Fans auf, ihr E-Mails zu schreiben.

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