Videospielemesse E3
Microsoft will Xbox-Preise nicht senken

Microsoft plant für seine Xbox 360 trotz des harten Wettbewerbs in der Branche vorerst keine Preissenkung. „Die Kunden schauen nicht allein auf den Preis“ sagte Microsoft-Xbox-Manager Peter Moore der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vor der Videospielemesse E3 im kalifornischen Santa Monica.

dpa SANTA MONICA. Vor wenigen Tagen hatte Konkurrent und Marktführer Sony den Preis für seine Playstation drei um 100 Dollar in den USA gesenkt. Der japanische Elektronikkonzern hat mit der PS3 die technisch aufwendigste und teuerste Konsole im Markt.

Microsoft setzte für seine Xbox 360 dagegen auf ein umfangreiches Spieleangebot. Bis Ende des Jahres werde es mehr als hundert neue Spiele für die Xbox 360 geben, kündigte Moore an. Mit dem erstmals auf der E3 präsentierten Rate-Quiz „Scene-it“ baut Microsoft zudem sein Angebot aus, das sich nicht speziell an die Kernzielgruppe der so genannten Hardcore Gamer richtet.

Zuvor hatte sich der Chef des weltgrößten Spieleanbieters Electronic Arts (EA) gegenüber dem Handelsblatt überraschend kritisch über die Branche geäußert. „Wir langweilen die Leute zu Tode und bringen Spiele heraus, die immer schwerer zu spielen sind“, sagte John Riccitiello. An der Kritik sei durchaus etwas Wahres, sagte Moore. „Wir brauchen natürlich Spiele für jeden.“

Microsoft hat seit Einführung der Xbox 360 vor 18 Monaten nach eigenen Angaben 11,6 Mill. Geräte weltweit verkauft. Allein in den USA stünden 5,6 Mill. Geräte in den Haushalten, das seien fast fünf Mal so viele wie Sonys PS3, sagte Moore. Mit dem Marktstart der Konsolen der neuen Generation hatte Microsoft über ein Jahr Vorsprung vor Sony und Nintendo. Sony hatte lange Zeit mit Produktionsproblemen unter anderem wegen des neuartigen Blu-ray-Players zu kämpfen gehabt.

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