Voice-over-IP
Das ABC der Internet-Telefonie

Das Telefonieren über Datennetze ist seit der Cebit 2004 wieder im Gespräch. Konzentrierte sich im vergangenen Jahr das Messeangebot in erster Linie auf den Einsatz in Unternehmen, so hat in diesem Jahr VoIP den Privatkunden erreicht. Technisch werden dabei Sprache und Daten als Pakete in einem Netz verschickt. Wirtschaftlich geht es um das Senken von Kosten und neue Dienste.

HB MÜNCHEN. Wir kommunizierten bisher in der Regel in zwei Netzen - dem Telefonnetz (Sprache) und dem Datennetz. Doch Fachleute sind sich einig, dass wir wegen des rasch wachsenden Datenverkehrs künftig nur noch in einer Netzarchitektur telefonieren und Daten austauschen werden. Technische Vorteile - aber auch Kostengründe - zwingen Anbieter und Nutzer zu diesen Entwicklungsschritten. Dies zeigt steht seit der vergangenen Cebit außer Frage.

Das Thema "Telefonieren im Internet" gibt es schon seit etwa zehn Jahre - seit dem kommerziellen Siegeszug des Internets. Es stand anfangs ausschließlich unter dem Motto "Kostenloses Telefonieren", um dem Telekom-Carrier ein Schnippchen schlagen. Doch nach kurzem Hype war die erste Stufe der Internet-Telefonie - vor allem wegen schlechter Sprachqualität - schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. Nun beginnt die inzwischen wesentlich verbesserte VoIP-Technik den Markt zu erobern.

Alle großen Telekomanbieter haben zu diesem Thema ernsthafte Pläne angekündigt oder bieten sogar schon erste IP-Telefondienste an. Die Deutsche Telekom will das bisherige Festnetz bis spätestens zum Jahr 2012 vollständig durch IP-basierte Technik umstellen. Auf der Cebit werden dazu Details erwartet. In die USA werden bereits heute etwa 30 Prozent aller Gespräche über "Voice over IP" abgewickelt, ohne dass die Telefonteilnehmer etwas davon merken.

Angesichts dieses für uns alle wichtigen Trends sollten auch technische Laien über die Zusammenhänge Bescheid wissen. Die vielen technischen Details - das Thema ist gespickt mit IT-Chinesisch - sind zwar nur für die Techniker wichtig. Ein wenig Grundwissen über Kommunikationsnetze ist wegen der starken Veränderung unserer Infrastruktur aber auch für Laien nützlich.

Kommunizieren heißt mit Partnern in Kontakt treten. In heutigen Netzen wird dabei mit zwei grundlegend unterschiedlichen Vermittlungsarten gearbeitet - in der Sprachkommunikation (Telefonieren) mit der Leitungsvermittlung und in der Datenkommunikation mit der Paketvermittlung. Diese Zweiteilung hat historische Gründe, ist aber angesichts des Siegeszugs des Internets in modernen Netzen nicht mehr nötig.

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