Wirtschaftswachstum
Breitband schafft Arbeitsplätze

Ziel der Bundesregierung ist eine Breitband-Flächenabdeckung von 98 Prozent der Haushalte bis 2008. Dadurch könnten bis zu 265 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

hiz DÜSSELDORF. Die Deutsche Breitband-Initiative, bestehend aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, der Initiative D21 und dem Branchenverband Bitkom, hat eine Studie vorgestellt, die sich mit gesamtwirtschaftlichen Potenziale der Breitbandkommunikation befasst. Dank breitbandiger Internet-Zugänge, so die Studie, kann das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland bis 2010 um bis zu 46 Milliarden Euro stärker ausfallen. Zudem können bis zu 265 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. „Breitband ist eine wesentliche Basisinnovation mit erheblichen positiven Auswirkungen für die Gesamtwirtschaft“, betonte der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernd Pfaffenbach.

Bereits heute stellt nach den Ergebnissen der Übergang zu schnellen Internet-Zugängen und der damit verbundene Ausbau von Breitband-Anwendungen eine der grundlegendsten Veränderungen in Wirtschaft und Verwaltung der vergangenen Dekade dar. Nach Ansicht der Bundesregierung sollen 98 Prozent aller deutschen Haushalte ab 2008 die Möglichkeit für einen Zugang zu einem breitbrandigen Internet-Anschluss haben. „Mit der angestrebten 95-Prozent-DSL-Abdeckung und unter Einrechnung der Funktechnologien ist eine Flächendeckung von 98 Prozent in zwei Jahren erreichbar“, so Pfaffenbach. Den Ergebnissen der zweiten vorgestellten Studie folgend, sind hierfür insbesondere alternative Zugangstechnologien wie Wimax, UMTS und der Ausbau des Kabelnetzes relevant.

In den vergangenen vier Jahren stieg die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland um jeweils rund 50 Prozent auf 10,7 Millionen Ende 2005. Der Wettbewerb im Breitbandmarkt hat gerade in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Neben der in Deutschland dominierenden DSL-Übertragung wird nunmehr auch verstärkt das Fernsehkabelnetz ausgebaut.

Auch wenn die infrastrukturellen Voraussetzungen immer besser werden, so zeigen die Ergebnisse, dass die Potenziale der Breitbandtechnologien noch besser genutzt werden müssen, um als Volkswirtschaft und als Gesellschaft davon zu profitieren. Sollten die Potenziale nicht genutzt werden, so dürfte das breitbandige Wachstum statt der 46 Mrd. nur rund 18 Mrd. erreichen. Daher fordern die Partner dazu auf, Erfolgsfaktoren wie den Aufbau breit-bandbasierter Geschäftsmodelle, Anwendungen und Inhalte zu stärken. „Die Unterhaltungsindustrie hat mit Musik-Downloads die Chancen erkannt und erste Trends für mehr Breitbandnutzung gesetzt. Langfristig bieten die Bereiche E-Commerce, E-Government, E-Health und E-Learning viel versprechende Anreize“, erkärt Dr. Thomas Ganswindt, (Vorstandsvorsitzender der Initiative D21 und Mitglied im Zentralvorstand der Siemens AG). „Wir brauchen Inhalte und Anwendungen, deren Nutzen klar erkennbar ist. Dabei ist künftig eine Verwaltung mit ihren Dienstleistungen ebenso gefragt, wie die Unternehmen.“

„Gerade für kleine und mittelständische Untenehmen ergeben sich durch die zunehmende Breitbandnutzung erhebliche Marktchancen“, erläutert Bitkom-Vizepräsident Heinz Paul Bonn. „KMU sind gefragte Innovatoren, was die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Anwendungen und Inhalte auf Breitbandbasis anbetrifft und damit einer der wesentlichen Treiber.“ Zudem profitierten sie auch selbst davon, ihre eigenen Geschäftsprozesse durch Breitbandnutzung effizienter gestalten zu können. „Mehr als 2/3 der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern nutzen bereits heute Breitband, bei den Kleinstunternehmen sind es aber erst 36 Prozent. Hier schlummert erhebliches Potenzial“, so Hainz Paul Bonn.

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