Zukunft des Fernsehens
Zappst Du noch oder surfst Du schon?

Die TV-Hersteller wollen den Bildschirm im Wohnzimmer zur Medienzentrale machen. Auf der CES zeigen sie Innovationen, die den Fernseher noch ein bisschen smarter machen sollen – dank neuer Inhalte aus dem Internet.
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Las VegasDer Krimi am Abend, die Nachrichten zum Frühstück, die Zeichentrick-Videos von YouTube für die Kinder: Ein neues System von Samsung namens S-Recommendation kann den Zuschauern auf Wunsch passende Sendungen vorschlagen. Dafür wertet es die Nutzungsgewohnheiten aus. Es greift nicht nur auf das klassische TV-Programm zu, sondern auch auf Online-Videotheken, TV-Apps und lokal gespeicherte Inhalte. Die Funktion ist in vielen neuen Samsung-Fernsehern und Blu-ray-Playern integriert.

Damit auch ältere Geräte die neuen Features nutzen können, bringt der Marktführer zudem ein Aufrüst-Paket heraus. Wer das „Evolution Kit“ in seinen Samsung-Fernseher steckt, erhält zudem mehr Rechen-Power und die neue Benutzeroberfläche. Laut US-Medien kostet das Zubehör allerdings satte 200 bis 300 Dollar.

Bei Panasonic ähnelt der Start-Bildschirm des Fernsehers künftig dem Desktop eines Computers. Nutzer können darauf ihre Lieblingsinhalte arrangieren, neben dem TV-Bild beispielsweise ihren Kalender oder Apps für YouTube und Facebook.

Jedes Familienmitglied bekommt ein eigenes Profil – über eine eingebaute Kamera erkennt der Fernseher automatisch, wer auf der Couch sitzt. Zudem bringt der Hersteller eine Art elektronischen Stift heraus, mit dem beispielsweise Fotos auf dem großen Bildschirm bearbeitet werden.

Toshiba überträgt ebenfalls ein Prinzip (und Buzzword) aus der PC-Welt auf den Fernseher: Der japanische Hersteller führt die Plattform „Cloud TV“ ein, mit der Nutzer Viedeos aus dem Netz abrufen, chatten oder ihren Kalender aufrufen können. Das Unternehmen entwickelt einige Apps, die die klassische Fernbedienung ersetzen können.

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