Fernmessung
Ärzte messen Augendruck aus der Ferne

Patienten, denen wegen erhöhtem Augeninnendruck Blindheit droht, können den Zustand ihres Sehorgans künftig zuhause messen. Der Arzt wertet die Daten aus der Ferne aus.

fmk DÜSSELDORF. Für die Entwicklung dieses Verfahrens geht der Richard-Merten-Preis zur Förderung der Qualität in der Medizin in diesem Jahr an Frank Tost von der Universität Greifswald, teilte die Hochschule am Montag mit.

Um die Fernmessung möglich zu machen, arbeiteten Informatiker, Augenärzte, Physiker und Gesundheitsökonomen zusammen. Die Greifswalder Informationstechnik-Firma Dr. Heydenreich steuerte die Schnittstelle zu einer selbstentwickelten elektronischen Patientenakte bei.

Die Patienten messen zuhause den Augeninnendruck und ihren Blutdruck. Das Computersystem versendet diese Daten an den Arzt, der berechnet, ob noch genug Blut durch das Auge fließen kann. Ahand der Daten kann er beurteilen, ob dem Patienten ein Glaukom droht. Beim sogenannten Grünen Star erblindet das Auge, weil es nicht genug durchblutet wurde.

Gerade im dünn besiedelten Nordosten Deutschlands haben die Patienten oft einen langen Weg zum Augenarzt – so dass vor allem ältere Menschen nicht oft genug hingehen, um dem Glaukom vorbeugen zu können. Das Fernmess-System kostet etwa 2 150 Euro. Erste Versuchspatienten kamen gut mit den Geräten klar; jetzt soll in Mecklenburg-Vorpommern ein Modellprojekt starten.

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