Gentests
Die begrenzte Aussagekraft des Genoms

Der Glaube an die Schicksalsmacht der Gene ist weit verbreitet. Doch Mediziner warnen: Kommerzielle Gentests sind keine Allzweckwaffe zur Krankheitsprävention. Denn in der Forschung wird immer deutlicher: Der Zusammenhang von Genen und Krankheiten ist weitaus komplizierter als bislang angenommen.

DÜSSELDORF. Einfacher kann eine Untersuchung kaum sein: ins Reagenzglas spucken, eintüten, wegschicken, wenige Wochen später im Internet das Ergebnis abrufen: erhöhtes Risiko für Rheuma, Diabetes, Parkinson oder andere Malaisen? Wer seine Gene kenne, könne dafür sorgen, dass solche Krankheiten gar nicht erst ausbrechen, werben die Anbieter „23andme“ oder „Decode me“ im Internet. Der Glaube an die Schicksalsmacht der Gene ist weit verbreitet: Die meisten Krankheiten seien genetischen Ursprungs, meinte jeder Dritte bei einer Umfrage unter 538 österreichischen Jugendlichen. 42 Prozent halten Gentests für sinnvoll.

In der Forschung dagegen wird immer deutlicher: Der Zusammenhang zwischen Genen und Krankheiten ist kompliziert. Von...

 
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