Kampf gegen Übergewicht
San Francisco will Gesundheitswarnungen für zuckerhaltige Getränke

Jeder dritte Minderjährige in der US-Metropole San Francisco hat Übergewicht.. Die Stadt will deshalb künftig Warnhinweise einführen, die auf die Gesundheitsrisiken besonders zuckerhaltiger Getränke hinweisen.
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San FranciscoDie US-Metropole San Francisco könnte künftig auf bestimmten Werbeflächen vor den Gesundheitsrisiken von zuckerhaltigen Getränken warnen. Vertreter des städtischen Aufsichtsrates sprachen sich am Dienstag für einen entsprechenden Vorschlag aus, demzufolge auf Anzeigen für die Softdrinks vor dem Einfluss der Getränke auf Fettleibigkeit, Diabetes und Karies hingewiesen werden soll.

San Francisco wäre laut Experten die erste US-Stadt, die solch eine Warnung einführen würde, wenn sie die endgültige Bestätigung bekommt. Eine Sprecherin von Bürgermeister Ed Lee hatte gesagt, dass er offen dafür sei, die Einwohner durch Warnungen in der Werbung aufzuklären.

Der Erlass würde für Printanzeigen innerhalb der Metropole gelten: auf Plakaten, Wänden, Taxis und Bussen. Dort würde bald stehen: „WARNUNG: Das Trinken von Getränken mit zugesetztem Zucker trägt zu Fettleibigkeit, Diabetes und Karies bei. Dies ist eine Nachricht der Stadt und des County von San Francisco.“ Für Anzeigen in Zeitungen, Rundbriefen, Fernsehsendungen oder im Internet würde die Anordnung nicht gelten. Auch auf den Flaschen und Dosen selbst würde der Hinweis nicht stehen.

Als zuckerhaltig gilt ein Getränk laut dem geplanten Erlass, wenn es pro 340 Gramm mehr als 25 Kalorien durch Süßungsmittel enthält. Die Warnung müsste auch auf Sport- und Energy-Drinks, Vitamingetränken, Eistee und bestimmten Säften stehen, sollten sie dieses Limit überschreiten.

Rund 32 Prozent aller Kinder und Jugendlichen in San Francisco sind laut einer Studie aus dem Jahr 2012 übergewichtig oder adipös. Laut einem der drei städtischen Vertreter, die den Erlass vorantreiben, ist die Maßnahme ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Diese machten die Menschen krank, sagte Scott Wiener. Ein Sprecher des kalifornischen Getränkeverbandes CalBev kritisierte den Schritt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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