Manager meiden Zahnarztstuhl
Schneller zu neuen Zähnen

Deutsche Zahnkliniken setzen bei der Behandlung ihrer Patienten zunehmend auf Implantate. Gleichzeitig beschleunigen Software-Lösungen den Eingriff – oft können heute kranke Zähne binnen eines Tages ersetzt werden.

DÜSSELDORF. Damit sprechen die Verantwortlichen der Kliniken vor allem die Zielgruppe der Vielbeschäftigten an: „Viele Manager warten zu lange, bis sie ihre Zähne in Ordnung bringen lassen“, sagt Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnklinik Rhein-Ruhr. Oft habe sich schon der Kieferknochen verändert, wenn ein Zahn entfernt und nicht schnell genug ein Implantat eingesetzt worden sei.

Studien belegen die Vorzüge von Implantaten gegenüber Brücken oder Prothesen. Diese gehen über funktionelle und ästhetische Vorteile hinaus, denn der Zahnarzt muss beim Implantat keine gesunden Nachbarzähne beschleifen, um es zu befestigen. Vor allem aber verhindern Implantate, dass der Knochen in betroffenen Kieferabschnitten schrumpft – das ist beispielsweise bei Brücken der Fall.

Dank der Vorzüge gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden ist die Implantologie derzeit der größte Wachstumsbereich in der Zahnheilkunde. Im vergangenen Jahr pflanzten Ärzte über 500 000 künstliche Zahnwurzeln aus Titan ein. Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie rechnet mit jährlichen Zuwachsraten von rund zehn Prozent.

War es früher üblich, zwischen dem Ziehen des kranken Zahnes und dem Einsetzen eines Implantates mehrere Monate verstreichen zu lassen, werden die künstlichen Zahnwurzeln heute meist direkt eingepflanzt. Diese können dann sogar direkt belastet werden. „Eine steigende Zahl von Studien belegt, dass Implantate, die direkt mit Zahnersatz versorgt und damit direkt belastet wurden, nicht schlechter einheilen als Titanwurzeln, die zunächst nur provisorisch versorgt wurden“, sagt Henning Schliephake, Professor an der Klinik für Kieferchirurgie der Universität Göttingen.

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