Medizin
Neue Hoffnung im Kampf gegen Aids

Zwei aktuelle Studien zeigen einen möglichen neuen Ansatz im Kampf gegen HIV und Aids. Im Mittelpunkt stehen Antikörper aus dem Labor. Die Ergebnisse von Tier-Experimenten sind ermutigend.
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New YorkIm Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids haben Forscher einen neuen Therapieansatz entwickelt. Zwei aktuelle Studien deuten darauf hin, dass Ärzte eines Tages in der Lage sein könnten, die Infektion auf eine neue Weise zu kontrollieren: mit einem Großangriff von Antikörpern via Spritze.

Im Tierversuch zeigte diese Strategie jedenfalls erstaunliche Erfolge, wie das Magazin „Nature“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Demnach verringerte sich im Blut von Affen eine Variante des Aids-Erregers HIV drastisch, nachdem den Tieren Antikörper injiziert worden waren.

Antikörper sind Eiweißstoffe im Blut, die spezifische Erreger zur Zerstörung ins Visier nehmen. Der Körper von mit dem HI-Virus infizierten Menschen produziert selbst Antikörper zur Bekämpfung des Virus, aber diese sind üblicherweise wirkungslos. In den beiden neuen Studien wurden im Labor hergestellte Versionen von Antikörpern verwendet - mit ungewöhnlicher Wirkungskraft gegen HIV.

Eine Testserie mit Rhesusaffen zeigte schon nach einer einzigen Injektion erstaunliche Resultate, wie der Leiter der Studie, Dan Barouch von Harvard und dem Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston erläutert. Demnach wurden 18 Tiere mit SHIV, einem Verwandten von HIV, infiziert. Bei 13 Affen konnte das Virus binnen einer Woche nach der Behandlung nicht mehr im Blut nachgewiesen werden - es kehrte erst mit nachlassender Wirkung der Antikörper zurück, ein bis drei Monate nach der Injektionstherapie.

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Neue Hoffnung im Kampf gegen Aids

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Das Virus in Schach halten

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