Mittel rettet Augenlicht
Schleichende Erblindung gestoppt

Nach jahrzehntelanger Forschung bietet die Augenheilkunde Fortschritte in der Behandlung der feuchten Makula-Degeneration (AMD). Erstmals haben Patienten eine Chance, wieder besser zu sehen.

hsn DÜSSELDORF. Im Mittelpunkt stehen Medikamente, die das Wachstum krankhafter Gefäße hemmen sollen. Bei der Erkrankung wachsen krankhafte neue Blutgefäße unter der zentralen Netzhaut. Es treten Blutbestandteile und Flüssigkeit aus und zerstören Netzhautzellen. Patienten bemerken die Zerstörung von Teilen der Netzhaut als immer größer werdenden schwarzen Fleck in der Mitte ihres Sehfeldes.

Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass ein Botenstoff namens Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) das Wachstum neuer krankhafter Gefäße in der Netzhaut bewirkt. Die Medikamente zielen darauf, durch die Blockade von VEGF ein Fortschreiten der feuchten Makuladegeneration zu stoppen.

Quasi per Zufall haben amerikanische Forscher herausgefunden, dass Krebsmedikamente mit den Wirkstoffen Bevacizumab, Ranibizumab den Botenstoff VEDF blocken und damit drohende Altersblindheit stoppen können. Die Wirksamkeit konnte durch eine vor kurzem veröffentlichte Studie nachgewiesen werden. Bei 95 Prozent der mit den Wirkstoffen behandelten 716 Patienten habe der schleichende Sehverlust gestoppt werden können, berichteten Experten auf dem Kongress der Deutschen Augenchirurgen in Nürnberg. Bei jedem Vierten habe die Sehfähigkeit sogar zugenommen. Alle Patienten hätten unter der so genannten feuchten altersbedingten gelitten.

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