Strahlenschäden
Die unsichtbare Gefahr

Eine Studie der Vereinten Nationen bewertet umfassend die gesundheitlichen Folgen von Tschernobyl. Über Opferzahlen wird weiter gestritten, nicht zuletzt aus politischen Motiven.

BerlinIn den frühen Morgenstunden des 26. April 1986 barst nach einem missglückten Sicherheitstest die Hülle der Reaktoreinheit 4 im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine. Im Reaktor entzündete sich Graphit, der Brand schleuderte Tonnen von radioaktivem Material in die Atmosphäre, zehn Tage lang.

Die strahlenden Atome, vor allem Jod-131 und Cäsium-137, gelangten in mehr als 15 Kilometer Höhe, eine radioaktive Wolke verunreinigte ein Areal von 150 000 Quadratkilometern auf dem Gebiet der Sowjetunion, in dem fünf Millionen Menschen lebten. Spuren des Fallouts waren überall in der nördlichen Hemisphäre nachweisbar.

Betrachtet man die gesundheitlichen Folgen der Katastrophe, sind dabei nur zwei...

 
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