USA
Zehn neue Zika-Fälle in Florida

Nachdem in Florida weitere Zika-Fälle aufgetreten sind, gibt die US-Gesundheitsbehörde eine Reisewarnung für Schwangere aus und ruft zu Tests auf. Zudem sollen stehende Gewässer vermieden werden.

MiamiIm US-Staat Florida sind zehn weitere Fälle von Zika-Infektionen durch heimische Stechmücken aufgetreten. Damit seien nun insgesamt 14 Infektionsfälle registriert, erklärte Gouverneur Rick Scott am Montag. Alle konzentrieren sich auf ein Viertel im Bezirk Miami-Dade. Die Gesundheitsbehörden warnten Schwangere vor einem Aufenthalt in den betroffenen Vierteln der Großstadt. Zika steht im Verdacht, für Schädel- und Hirnfehlbildungen bei Neugeborenen in Lateinamerika verantwortlich zu sein.

Schwangere, die in Miami lebten, sollten sich unverzüglich testen lassen, hieß es weiter. Scott rief die Menschen in Florida auf, stehende Gewässer zu vermeiden, in denen die Mücken gerne brüten. 2300 Menschen wurden seinen Angaben zufolge bisher im ganzen Staat getestet, allein 200 in dem betroffenen Gebiet von Miami. Dabei seien die zehn weiteren Fällen bekannt geworden.

Ein Zika-Infektion verläuft normalerweise eher harmlos. Viele Betroffene merken noch nicht einmal, dass sie mit dem Erreger infiziert sind. Doch für Schwangere und ihre ungeborenen Babys kann sie wegen der beobachteten Schädeldeformationen gefährlich werden. Vor allem in Brasilien traten solche Fälle verstärkt auf. Einen größeren Ausbruch der Krankheit wie in Lateinamerika erwarten die Gesundheitsbehörden in Florida indes nicht.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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