Experten dringend gesucht
Mit IT-Sicherheit Karriere machen

Deutsche Unternehmen werden zunehmend durch Cyber-Angriffe bedroht. Eine Umfrage unter IT-Chefs stellt fest: Die Personaler wollen in den kommenden Monaten mehr Experten für IT-Sicherheit einstellen. Ein Job mit Zukunft.
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DüsseldorfEin falscher Klick und der Computer ist gesperrt. So oder so ähnlich dürfte es vielen Menschen in diesem Jahr ergangen sein, als sie auf den Anhang des vertrauten Arbeitskollegen geklickt haben. Die Ursache: Ransomware. Ein Erpressungs-Trojaner installiert sich nach dem Klick automatisch und sperrt die Festplatte. Entsperren kann man den Rechner dann nur noch mit einem Entschlüsselungscode – die Cyber-Kriminellen verlangen dafür aber ein Lösegeld.

Durch Cyber-Attacken erleidet die deutsche Industrie einen jährlichen Schaden von rund 22,4 Milliarden Euro. Das geht aus einer Studie der Personalvermittlung „Robert Half“ hervor. Dabei fallen Patentrechtsverletzungen, Wettbewerbsnachteile durch Imageschäden oder einfach nur der Ausfall der IT-Systeme besonders ins Gewicht. Befragt wurden 200 IT-Chefs aus deutschen Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern.

Die Studie bestätigt: IT-Sicherheit wird in deutschen Unternehmen immer wichtiger. In den kommenden 12 Monaten wollen 56 Prozent der befragten IT-Chefs zusätzliche Stellen schaffen. Sowohl fest Angestellte, als auch Zeitarbeitskräfte und freiberufliche Mitarbeiter werden dringend gesucht. „IT-Sicherheit erfordert eine flexible Personalstrategie, die festangestellte mit temporären Mitarbeitern ergänzt“, erklärt Sven Henninge, Senior Managing Director bei Robert Half.

Aufgrund der immer größeren Bedeutung von Cloud-Lösungen, ist hier besonderes Fachwissen gefragt. 54 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen haben Bedarf an Cloud-Security-Experten. Zusätzliche Nachfrage besteht vor allem bei Fachleuten für Big-Data-Analysen (42 Prozent) und Sicherheitstechnologien (41 Prozent), wie der Wartung und Implementierung von Firewalls und Virenscannern.

Allein auf das fachliche Wissen kommt es aber nicht an, auch Soft-Skills seien für IT-Experten so wichtig wie nie. Neben der Analyse der Daten, müssen die Erkenntnisse allgemeinverständlich präsentiert werden: „In einer durch konstanten Wandel geprägten Umgebung nimmt die Bedeutung sozialer Kompetenzen laufend zu“, erklärt Sven Hennige.

Unternehmen müssen genau analysieren in welchen Bereichen Experten benötigt werden. Nur so sei gewährleistet, dass das Team um die IT-Sicherheit optimal aufgestellt ist. Das ist auch dringend notwendig: Nicht nur Attacken von außen stellen eine Bedrohung da, auch unternehmensintern gibt es Risiken.

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  • EXPERTEN DRINGEND GESUCHT
    Mit IT-Sicherheit Karriere machen
    Deutsche Unternehmen werden zunehmend durch Cyber-Angriffe bedroht. Eine Umfrage unter IT-Chefs stellt fest: Die Personaler wollen in den kommenden Monaten mehr Experten für IT-Sicherheit einstellen. Ein Job mit Zukunft.

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    Unternehmer wollen alles und sofort...

    doch rechtzeitig mit entsprechende Ausbildungen und Ausbildungsplätze dafür zu schaffen...

    da will niemanden darin investieren !

    FALLEN IT-EXPERTE VOM HIMMEL ???


  • Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
    Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Alles, was technisch und organisatorisch möglich ist, wird zur Überwachung von Bürgern (insbesondere der politischen und wirtschaftlichen Elite) und Organisationen (insbesondere Regierung und Unternehmen) eingesetzt - unabhängig von Gesetz und Moral. Nach wie vor gibt es keine transparenten gesetzlichen und moralischen Regeln, die den Menschen- und Freiheitsrechten wieder absoluten Vorrang einräumen und den sicherheitsbedingten Maßnahmen enge, richterlich und parlamentarisch überwachte Grenzen setzen. Schlimmer als die anhaltende Vertuschung und Unterlassung von Gegenmaßnahmen sind das Fehlen solcher Regeln.
    Und nach wie vor gibt es immer noch aktiven US-Abhöreinrichtungen in Deutschland!
    Derartige Überlegungen scheinen unserer NSA-Versteherin Merkel aber fremd zu sein. Dazu kommt ihr unnachahmliches Talent, Dinge auszusitzen, Wein - sprich: Aufklärung - zu predigen und Wasser - sprich: Vertuschung - zu praktizieren nach dem Motto: nichts sehen, nichts hören, nichts sprechen!
    Für den Umgang mit ihrem Smartphone empfehle ich:
    http://youtu.be/CCHQA68Eqd4
    Und für weitere Verhaltensregeln:
    "Wir werden nicht abgehört, die NSA achtet Recht und Gesetz."
    http://youtu.be/_a_hz2Uw34Y

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