Digitalisierung auf der Schiene
Bund will kostenloses Wlan in Zug und Bahnhof

Störungsfreies Internet selbst bei Tempo 300 und im Tunnel? Die Bahn ringt um technische Lösungen. Bis Jahresende sollen die meisten ICEs aufgerüstet werden. Nun setzt der Bund noch eine Forderung drauf.
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BerlinBahnkunden in Deutschland werden auf stabiles und kostenloses Internet in Zügen und Bahnhöfen noch warten müssen. „Ich möchte nichts versprechen, was wir nachher nicht einhalten können“, sagte Bahnchef Rüdiger Grube der dpa am Dienstag zum Auftakt der Bahntechnik-Messe Innotrans in Berlin und verwies auf laufende Tests. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte das bundeseigene Unternehmen gedrängt, Internetzugänge in allen Bahnhöfen und Zügen anzubieten. „Schnelles Internet sollte die Bahn ihren Kunden künftig kostenlos zur Verfügung stellen“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Dienstag).

In seiner Eröffnungsrede auf der Messe wiederholte er die Forderung nicht. „Ich freue mich, dass die Digitalisierung auch gerade bei der Deutschen Bahn heute so einen große Stellenwert hat“, sagte er. Vernetzung ist ein Thema der Messe, zu der die Veranstalter bis Freitag mehr als 100 000 Fachbesucher erwarten.

Die Bahn will bis Jahresende die meisten ihrer ICE-Züge mit der nötigen Empfangstechnik für schnelles Internet ausrüsten. Bis Ende 2015 sollen auch die Intercity(IC)-Wagen Verstärker der neuen Generation bekommen. Für Bahnhöfe plant die Bahn bisher, von den insgesamt 120 mit Hotspots ausgerüsteten Bahnhöfen die 24 größten mit neuer WLAN-Technik auszustatten.

Bahnkunden müssen bisher für den Service zahlen, etwa eine Tagespauschale, einen Minutenpreis oder über einen anderen Tarif der Deutschen Telekom. Insgesamt gibt es 5600 Bahnhöfe.

Bahnreisende können auch in den nächsten Jahren mit den Hochgeschwindigkeitszügen ICE und TGV zwischen Frankfurt und Paris pendeln. Die Deutsche Bahn und die französische Staatsbahn SNCF verlängerten die Zusammenarbeit in Berlin bis 2020 und kündigten zusätzliche Verbindungen von Stuttgart und Frankfurt nach Paris .

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Bahn sollte sich nicht mit WLAN, Sitzfarben und Verspätungsapps verzetteln, sondern endlich ihre drei riesengroße Probleme angehen: 1. Pünktlichkeit, 2. Pünktlichkeit, 3. Pünktlichkeit. Der Personenzugverkehr in Deutschland ist im Kontrast zu vielen anderen entwickelten Ländern der Welt abgrundtief unzuverlässig (und dabei auch noch sehr teuer), mit erheblichen, wenn auch nicht leicht zu berechnenden volkswirtschaftlichen Schäden. Da habe ich für derartige Ablenkungsmanöver (WLAN) etc. wirkllich kein Verständnis.

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