Richtiges Netzwerken
„Carsten Maschmeyer ist kein Vorbild“

Spätestens Carsten Maschmeyer hat erklärt, wie wichtig ein gutes Netzwerk ist. Der Coach Robert Spengler gibt wertvolle Ratschläge, wie Kommunikation funktioniert und erklärt, warum Maschmayer trotzdem kein Vorbild ist.
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Herr Spengler, kennen Sie keine unfreundlichen Menschen?
Ich erlebe die meisten Menschen freundlich und mir wohlgesonnen. Klar, habe ich auch Menschen kennengelernt, die auf mich unfreundlich wirken. Warum?

Weil sie gleich im ersten Kapitel Ihres Buches „Menschen gewinnen“ behaupten, jeder Kontakt sei ein Gewinn. Ich kenne so manchen Menschen, den hätte ich lieber nicht kennengelernt.

Klar sind manche Begegnungen schwierig, das leugne ich nicht. Doch wir sollten nicht vergessen, dass wir auch und gerade aus negativen Erfahrungen lernen. Jeder Mensch, unabhängig von Intellekt und sozialem Status, ist mir in irgendeiner Sache überlegen.

Und was folgt daraus?

Vielleicht vermag der unfreundliche Mensch von nebenan Entscheidungen wesentlich sachlicher zu treffen als ich. Oder er verfügt über eine außergewöhnlich hohe Zielorientierung. Warum soll ich davon nicht profitieren? Dies kann ich nur, wenn ich neugierig auf die anderen bin. Dadurch ist am Ende jeder Kontakt ein Gewinn und alles andere als Zeitverschwendung.

Der AWD-Gründer Carsten Maschmeyer hatte vor kurzem in seinem Buch „Selfmade“ auf die enormen Vorteile eines Netzwerkes verwiesen. Inwiefern ist er ein Vorbild?

Carsten Maschmeyer ist gewiss ein sehr erfolgreicher Unternehmer - doch Vorbilder sehen für mich anders aus. Mir scheint, als wäre sein Netzwerken eher Profit orientiert. Für mich bedeutet Netzwerken in der Zeit des sozialen Netzwerken etwas ganz anderes: Es geht dabei um ein gegenseitiges Geben und Nehmen und genau das bezeichne ich als Menschengewinnen.

Sie verweisen darauf, dass jeder seinen persönlichen Kommunikationsstil finden soll. Wie klappt das?

Meinen Stil finde ich heraus, indem ich mein Verhalten reflektiere und mit dem Verhalten anderer Menschen vergleiche. Bin ich mehr extrovertiert oder mehr introvertiert? Treffe ich Entscheidungen aus der Logik oder aus dem Bauch heraus? Bin ich der Partylöwe oder eher der stille Beobachter? Alles ist erlaubt, solange ich mich dabei wohl und bei mir fühle.

Kommentare zu " Richtiges Netzwerken: „Carsten Maschmeyer ist kein Vorbild“"

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  • Ich vermag Ihren Einwurf/Ihre Frage nicht verstehen?

  • Interessanter Typ - negativ. Habe seinen Unternehmensverlauf verfolgt seitdem mich einer seiner Mitarbeiter 1990 schon über den Tisch gezogen hatte. Der Schaden hielt sich in Grenzen. Aber seitdem hatte ich meine Mission: Meine Mitbürger von dieser Krake fern zu halten.

    Wir haben hier im ganz tiefen Südbaden gut funktionierende Netzwerke - und die sind auch mal nützlich ;-)

    Tausende von ehemaligen "Mitarbeitern" und Tausende von "Kunden" prozessieren gegen AWD. Nicht gegen ihn, hat der clevere Junge doch rechtzeitig die Mehrheit an die SWISS RE für rund 800 Mio abgegeben, lässt sich im Rolls chauffieren, betreibt PR mit einer Chuzpe, die ich noch nie so erlebt habe, Frau Ferres Motivation, seine "lebensabschnittsgefährtin" zu geben, kenne ich, aber ich schreibe nichts dazu.

    Dass Rürup zu seiner Truppe gehört wie auch Plattenleger Riester rundet das zweifelhafte Bild um Carsten M. ab.

    Um in Richtung Physiognomie eine Wertung abzugeben ("neues Gesicht") bedarf es mehr Materials. Ein - allerdings gefühlsmäßiger - erster Eindrück (nach der Neuerung) zeigt allerdings einen (mit dem Lebensglück verglichen) nicht sehr glücklichen Menschen. Interessant - auch bei anderen Fotos - der Augenausdruck.

    Er hat fast alles erreicht als Halbmediziner - Geld - Position - Kontakte - Einfluss - und etwas Macht vielleicht.

    Allerdings auch schlechte PR - die Sache mit Wulff - alles andere als positiv.

    Und so wird er bestimmt (in Geld- bzw. Adelskreisen und schon gar nicht mehr in der Politik) nie den Status erreichen den er sich vorgestellt hatte.

    Armer Carsten - umgeben von Blendern, Schleimern, Yellow-Press-Schreiberlingen - irgendwann sehnt man sich nach dem "Normalen" wenn das "Außergewöhnliche" normal zu werden droht.

    Ich wünsche ihm, nachdem sein Geschäftsmodell Tausende um die Alterszusatzversorgung geprellt hat, dass er auch sein Waterloo erleidet - das kann auch gesundheitlich geschehen.

  • Warum machen sie es dann nicht?

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