Wie Firmen von Autisten profitieren: Ziemlich direkte Kollegen

Wie Firmen von Autisten profitieren
Ziemlich direkte Kollegen

PremiumSie gelten als Sonderlinge, die meisten sind arbeitslos. Dabei verfügen gerade Asperger-Autisten über Fähigkeiten, die Firmen in Zeiten von Big Data gut gebrauchen können. Ein Tag mit Volker Poddey, der bei Henkel Lücken in der Lizenzverwaltung findet.

DüsseldorfNachts um eins hat Volker Poddey Gewissheit. Der IT-Berater sitzt in seinem Bett in Essen, neben ihm schläft seine Freundin Melanie Siehl. Sie ist Ärztin. Die halbe Nacht hat er Autismus-Seiten im Netz durchforstet. Siehl vermutet, seine zu dem Zeitpunkt zehnjährige Tochter könnte betroffen sein. Das Mädchen aus Poddeys erster Ehe benahm sich seltsam. Mal spuckte sie Siehl (Name von der Redaktion geändert) Traubenkerne ins Gesicht, mal schrie sie ohne erkennbaren Anlass.

Poddey, ein zierlicher Mann mit dunklen Augenringen, klappt das Notebook auf seinem Schoß zu und weckt seine Lebensgefährtin. „Ja“, sagt er, „die Beschreibung passt. Meine Tochter ist...

 
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